Frankreich hat das Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 erreicht. Der Titelfavorit setzte sich im Viertelfinale mit 2:0 (0:0) gegen Marokko durch und trifft nun auf den Sieger des Duells zwischen Spanien und Belgien. Kylian Mbappé scheiterte zunächst mit einem Elfmeter an Marokkos Torwart Bono, erzielte in der 60. Minute aber die Führung per Traumtor. Ousmane Dembélé legte in der 66. Minute nach. Frankreich feierte den sechsten Sieg im sechsten Turnierspiel. Mbappé hat nun insgesamt 20 WM-Tore, nur eines weniger als Rekordhalter Lionel Messi. Nach seiner Auswechslung kühlte er seinen Knöchel, nachdem er in der zweiten Halbzeit gefoult worden war. Marokko, das 2022 als erstes afrikanisches Team ein WM-Halbfinale erreicht hatte, wirkte vor 63.811 Zuschauern überfordert.
Starmer macht Hoffnung auf Feiertag bei England-Finalsieg
Der britische Premierminister Keir Starmer hat Hoffnungen auf einen zusätzlichen Feiertag im Falle eines englischen WM-Finalsiegs geschürt. „Ich will es nicht verschreien, aber fragen Sie mich nochmal, wenn wir ins Finale kommen“, sagte er laut der Nachrichtenagentur PA. Über den 3:2-Sieg gegen Mexiko im Achtelfinale sagte Starmer, es sei „eine der besten Leistungen Englands gewesen, die ich je gesehen habe“. England trifft im Viertelfinale am Samstag auf Norwegen. Für England wäre es der erste Titel seit 1966. Britische Medien spekulierten, der Feiertag könnte auf Freitag, den 24. Juli, fallen.
Norweger ziehen vor Viertelfinale um
Norwegens Nationalteam hat vor dem Viertelfinale gegen England das Hotel gewechselt. Kapitän Martin Ödegaard sagte norwegischen Medien: „Es gab einige Dinge, die hätten besser laufen können, und wir haben sie behoben.“ Ursprünglich waren sie in Fort Lauderdale untergebracht. Das Nachrichtenportal „VG“ berichtete, die Unterkunft sei von einer Baustelle und einer stark befahrenen Straße umgeben gewesen. Trainer Stale Solbakken sagte: „Es hat insgesamt zu viele Kleinigkeiten gegeben.“ Das Team wünschte sich gemeinsame Aufenthalts- und Besprechungsräume. Solbakken dementierte Gerüchte über eine Krankheitswelle: Alle Spieler stünden zur Verfügung.
Fall Balogun: Trumps WM-Beauftragter legt gegen Schiri nach
Andrew Giuliani, der WM-Beauftragte des Weißen Hauses, hat Zweifel an der Seriosität des Schiedsrichters Raphael Claus geäußert. Er finde es „höchst verdächtig“, dass gegen Claus 2024 wegen falscher Roter Karten und Spielmanipulation ermittelt worden sei, zitierte der „Guardian“. Claus hatte US-Stürmer Folarin Balogun im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina mit Rot vom Platz gestellt. Die FIFA setzte die Sperre nach einem Anruf von US-Präsident Donald Trump bei FIFA-Chef Gianni Infantino zur Bewährung aus. Die USA verloren das Achtelfinale gegen Belgien mit 1:4. Giuliani räumte ein, Claus sei damals nur als Zeuge geladen gewesen, behauptete aber eine Vergleichbarkeit.
FIFA schmettert Frankreich-Antrag wegen Olise ab
Die Gelbe Karte gegen Frankreichs Michael Olise aus dem Achtelfinale gegen Paraguay bleibt bestehen. Trainer Didier Deschamps sagte, die FIFA habe dies mitgeteilt. Sollte Olise im Viertelfinale erneut Gelb sehen, wäre er im Halbfinale gesperrt. Olise hatte in der Nachspielzeit eine unberechtigte Gelbe Karte gesehen. Der usbekische Schiedsrichter Ilgiz Tantashev war für seine Leistung kritisiert worden. Frankreich hatte eine Annullierung beantragt, möglicherweise aufgrund des Falls Balogun, dessen Rotsperre zur Bewährung ausgesetzt worden war.
Belgien beschwert sich über Trainingsplatz
Belgien hat sich nach dem 4:1-Sieg gegen die USA über den zugewiesenen Trainingsplatz beschwert. Der Verband RBFA ließ mitteilen, das zunächst zugewiesene Quartier an der Loyola-Marymount-Universität entspreche „nicht den für unsere Trainingseinheiten erforderlichen Mindeststandards“. Die FIFA erlaubte Belgien, beim MLS-Club Los Angeles Galaxy zu trainieren. Die Universität zeigte sich irritiert: „Unser Spielfeld ist in einem hervorragenden Zustand“, teilte sie „The Athletic“ mit.
Zuschauerschnitt unter dem von 1994
Bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko liegt der Zuschauerschnitt vor den Viertelfinals bei 65.204 pro Partie. 1994 lag der Schnitt bei 68.991. Wegen der höheren Anzahl an Spielen (48 Teams) wurde der Zuschauerrekord aber bereits gebrochen: 6.259.584 Menschen besuchten die bisherigen 96 Spiele. Das Aztekenstadion in Mexiko-Stadt verzeichnete 404.120 Fans. Die FIFA gab an, dass 99,7 Prozent aller verfügbaren Plätze belegt waren.
Bayern-Neuzugang Saibari verpasst Viertelfinale
Marokko muss im Viertelfinale ohne Ismael Saibari auskommen. Trainer Mohamed Ouahbi sagte: „Abgesehen von Saibari stehen alle zur Verfügung.“ Saibari war im Achtelfinale gegen Kanada früh ausgewechselt worden und hat eine leichte Muskelzerrung. Er hat bei dieser WM drei Tore erzielt und wechselt zur neuen Saison von der PSV Eindhoven zum FC Bayern München.
Dalic tritt als kroatischer Trainer zurück
Zlatko Dalic tritt nach neun Jahren als kroatischer Nationaltrainer zurück. Der Verband würdigte ihn in einer Mitteilung: „Trainer, vielen Dank für alles – die Siege, die Erfolge, die Medaillen.“ Dalic führte Kroatien 2018 ins WM-Finale und 2022 zum dritten Platz. Nach dem Ausscheiden im Sechzehntelfinale gegen Portugal trat er zurück. Als mögliche Nachfolger werden Ivica Olic und Slaven Bilic gehandelt.



