WM 2026: England und Ghana torlos – Ronaldo bricht Rekord
WM 2026: England und Ghana torlos – Ronaldo mit Rekord

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat England gegen Ghana ein torloses Remis kassiert und die vorzeitige Qualifikation für die K.o.-Runde verpasst. Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel kam in Boston vor 63.983 Zuschauern nicht über ein 0:0 hinaus und bleibt zwar Tabellenführer der Gruppe L, doch der Auftritt bremst die Hoffnung der Fans auf den zweiten WM-Stern. Die besten Chancen vergaben Nico O'Reilly mit einem Kopfball an die Latte und Harry Kane mit dem Nachschuss in der 86. Minute. Der Bayern-Torjäger verpasste die Chance, sich zum alleinigen WM-Rekordtorschützen Englands zu krönen – er teilt sich die Zehn-Tore-Bestmarke weiter mit Gary Lineker.

Ronaldo schafft historischen Rekord

Cristiano Ronaldo hat beim 5:0-Sieg Portugals gegen Usbekistan einen neuen Rekord aufgestellt. Der 41-Jährige traf bereits in der sechsten Minute und ist damit der erste Spieler, der bei sechs unterschiedlichen Weltmeisterschaften mindestens ein Tor erzielt hat (2006, 2010, 2014, 2018, 2022, 2026). In der 39. Minute erzielte er seinen zehnten WM-Treffer und zog an der portugiesischen Legende Eusebio (neun Tore) vorbei. Trotz tagelanger Kritik wegen schwacher Leistungen stand Ronaldo in der Startelf. Trainer Roberto Martínez hatte sich vor dem Spiel bedeckt gehalten: „Ich kann noch nicht über die Startelf informieren, weil ich meine Spieler noch nicht informiert habe.“

Lahm kritisiert Infantino scharf

Philipp Lahm hat in der „Zeit“ deutliche Kritik an FIFA-Präsident Gianni Infantino geübt. „Am bedenklichsten ist Gianni Infantinos Nähe zu Machthabern wie Donald Trump“, schrieb der Weltmeister-Kapitän von 2014. „Man hegt den Verdacht, dass sie persönliche Vorteile aus ihren Ämtern ziehen. Die WM wird verkauft. Das raubt dem Fußball Glaubwürdigkeit.“ Lahm prangerte zudem die hohen Ticketpreise an: „Die maximiert die Fifa, indem sie keine ehrlichen Angaben über die wahre Nachfrage macht.“ Zugleich lobte er die Erweiterung der WM auf 48 Teams: „Es ist nun mal die Aufgabe der Fifa, den Fußball überall weiterzuentwickeln. Das geht nur über Teilhabe. Qualitätsunterschiede sind in Kauf zu nehmen.“

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Todesopfer bei Public Viewing in Jordanien

Beim Public Viewing des WM-Spiels zwischen Jordanien und Algerien ist in Amman ein Mensch gestorben. Wie das jordanische Innenministerium mitteilte, kam es auf dem Haschemitischen Platz zu einem Gedränge, bei dem die Person verletzt wurde und später im Krankenhaus starb. Acht weitere Personen wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht; ihr Zustand ist stabil bis mittelschwer. Tausende Menschen hatten sich versammelt, um die Partie auf einer Großleinwand zu verfolgen. Algerien gewann das Spiel mit 2:1 und besiegelte damit das vorzeitige WM-Aus für Jordanien.

Grönemeyer sieht DFB-Elf „finaltauglich“

Herbert Grönemeyer sieht die deutsche Nationalmannschaft bei der WM weit vorn – falls sie eine mögliche Feuerprobe im Achtelfinale besteht. „Wenn Frankreich, einer der Top-Favoriten, der Gegner wird und die deutsche Elf das Team besiegt, ist sie finaltauglich“, sagte der Sänger der Deutschen Presse-Agentur. Die Mannschaft um Kylian Mbappé sei „harter Tobak“, aber auch die deutschen Spieler wie Wirtz, Nmecha, Havertz und Musiala seien nicht schlecht. „Insofern ist alles drin.“ Deutschland spielt am Donnerstag um 22.00 Uhr gegen Ecuador.

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Weitere wichtige Ereignisse des WM-Tages

  • Lionel Messi neuer WM-Rekordtorschütze: Der Argentinier erzielte beim 2:0 gegen Österreich seinen 17. und 18. WM-Treffer und überholte damit Miroslav Klose. In der 9. Minute hatte er noch einen Elfmeter verschossen.
  • Frankreich schlägt Irak 3:0: Kylian Mbappé traf doppelt und kommt nun auf 16 WM-Tore. Das Spiel war von einer fast zweistündigen Regenunterbrechung geprägt.
  • Norwegen vorzeitig weiter: Erling Haaland erzielte einen Doppelpack beim 3:2 gegen Senegal, Norwegen steht im Achtelfinale.
  • Kap Verde überrascht erneut: Der WM-Neuling erkämpfte ein 2:2 gegen Uruguay und hat Chancen auf die K.o.-Runde.
  • Belgien enttäuscht: Nach einem 0:0 gegen Iran droht dem WM-Dritten von 2018 das Aus. Romelu Lukaku forderte: „Wir müssen das letzte Spiel als das Spiel unseres Lebens behandeln.“
  • Schlotterbeck fällt aus: Nico Schlotterbeck hat sich einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen und fällt für den Rest der WM aus. Bundestrainer Julian Nagelsmann kann keinen Ersatz nachnominieren.
  • Álvarez wechselwillig: Julián Álvarez möchte Atlético Madrid verlassen. Atlético pocht auf die Ausstiegsklausel von 500 Millionen Euro. Fans verbrannten bereits sein Trikot.

Ausblick auf den nächsten WM-Tag

Am Mittwoch beginnt der dritte Vorrundenspieltag. Im Fokus stehen Luka Modric, der sein 200. Länderspiel bestreitet, und die Spiele Schweiz gegen Kanada sowie Kolumbien gegen Kongo. Deutschland trifft am Donnerstag auf Ecuador, geleitet von Schiedsrichterin Tori Penso.