WM 2026: Fankultur aus aller Welt begeistert die USA
WM 2026: Fankultur aus aller Welt begeistert USA

WM 2026: Fankultur aus aller Welt begeistert die USA

Fußball, Basketball, Baseball – „Soccer“ ist in den USA längst nicht die beliebteste Sportart. Doch nun entzückt die WM-Fankultur anderer Länder die Amerikaner. Eine Auswahl von Videos und Bildern.

Schottische Fans in Kilt und mit Dudelsack, norwegische Anhänger mit originellen Fangesängen, feiernde Menschen aus Mexiko und Japan. Die USA erleben in diesen Wochen gerade, wie sich Fankultur in anderen Ländern anfühlt. Viele Amerikanerinnen und Amerikaner zeigen sich begeistert.

1. „The Tartan Army“ in Boston

Die schottischen Fans gehörten schon immer zu den lautstärksten und originellsten. 30.000 sollen aus der Heimat nach Boston, wo das Team zwei der insgesamt drei Gruppenphasen-Spiele austrägt, eingereist sein. Dazu sollen 10.000 in den USA lebende Schotten die Stadt in Massachusetts an der US-Ostküste in Beschlag genommen und mittlerweile sogar den Bierbestand in den Pubs und Kneipen leergetrunken haben. Die Fans werden wegen ihrer Kilts mit Tartanmuster als „Tartan Army“ bezeichnet. Ihr Lieblingssong: „Scotland on Fire!“. Die Einheimischen sind begeistert – von Dudelsack, Kilt, der Fröhlichkeit der Menschen.

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2. „Wilde Wikinger“ aus Norwegen

Durch die Straßen Bostons ziehen derzeit nicht nur die schottischen Fans, sondern auch die Anhänger der norwegischen Nationalmannschaft. Das Team um Superstar Erling Haaland bestreitet zwei von drei Spielen der Gruppenphase in der 670.000-Einwohner-Metropole. Bis zu 10.000 Fans aus Norwegen sollen sich derzeit in der Stadt aufhalten – und diese zusammen mit den Schotten in eine wahre Partymeile verwandeln. In den US-Städten fallen die nordischen Fans vor allem durch ihre eigenwilligen Sitzblockaden auf. Als Wikinger verkleidet rudern sie sich dabei in die Herzen vieler US-Amerikaner.

3. Die Fans aus Japan

Japanische Fans prägen derzeit vor allem das Stadtbild von Arlington in Texas. Nach dem 2:2 im ersten Gruppenspiel gegen die Niederlande taten die Fans, was sie schon seit Jahren auszeichnet: Die Anhänger der „Samurai Blue“ sammelten im Dallas Stadium in ihrem Block den Müll ein und überließen die Aufräumarbeiten nicht dem Reinigungspersonal. Hinterlasse einen Ort so, wie du ihn vorgefunden hast – das machen die japanischen Fans bereits seit ihrer WM-Premiere 1998 in Frankreich so. Die Nachrichtenagentur AP hat bei Geschichtsprofessor Koichi Nakano nachgefragt, was es damit auf sich hat. Diese Verhaltensweise würden Japaner schon in der Schulzeit lernen, erklärte dieser.

4. Die WM-Fans von Kap Verde

In ihrem ersten WM-Spiel der Geschichte trotzte das Team von Kap Verde dem haushohen Favoriten Spanien, Weltmeister von 2010, ein 0:0 ab. Eine der größten Überraschungen in der WM-Historie. Nicht nur das leidenschaftlich auftretende Team, auch die Fans des kleinen Atlantik-Inselstaates, gelegen vor der Westküste Afrikas, sind eine Bereicherung für das Turnier. Der Punktgewinn gegen den Titel-Aspiranten wurde nach dem Schlusspfiff im Stadion von Atlanta entsprechend wie ein Sieg gefeiert. Mit Trommeln und Tänzen feierten die Fans bis tief in die Nacht – nun träumt Kap Verde und die Fans gar vom Erreichen der KO-Phase. Mit Uruguay wartet der nächste Brocken am Montag auf das Team.

5. Die Fans des Senegal

Fans afrikanischer Teams sind ohnehin immer eine Bereicherung für Endrunden-Turniere. Bei der WM 2026 stachen bislang vor allem die Anhängerinnen und Anhänger von Senegals Mannschaft „Les Lions de la Teranga“ (Die Löwen der Teranga) hervor. Trotz der 1:3-Niederlage gegen das Fußball-Schwergewicht Frankreich sorgten die Fans im Stadion in New York für eine fantastische Atmosphäre. Nun geht es im Spiel gegen Erling Haaland und Co. am kommenden Dienstag für Senegal um das Weiterkommen. So oder so dürfte das Spiel gegen Norwegen ein Ereignis werden – allein schon deshalb, weil hier zwei kreative Fan-Lager aufeinandertreffen.

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