Argentinien profitierte von VAR-Panne: Regelhüter kritisieren Fehler bei Embolo-Ausschluss
WM-Aufreger: Ifab bestätigt VAR-Panne gegen Schweiz

Der Platzverweis für Breel Embolo im WM-Viertelfinale zwischen der Schweiz und Argentinien sorgt weiter für Diskussionen. Die internationalen Regelhüter des International Football Association Board (Ifab) haben nun bestätigt, dass der Videoassistent in dieser Szene nicht hätte eingreifen dürfen. Argentinien profitierte letztlich von der Fehlentscheidung und gewann das Spiel mit 3:1 nach Verlängerung.

Die strittige Szene

Schiedsrichter João Pinheiro hatte in der 74. Minute beim Stand von 1:1 nach einem Zweikampf zwischen Leandro Paredes und Breel Embolo zunächst auf Foul des Argentiniers entschieden und Paredes mit einer Gelben Karte verwarnt. Auf Hinweis des Videoassistenten schaute sich der portugiesische Unparteiische die Szene erneut an, nahm die Gelbe Karte zurück und zeigte Embolo stattdessen Gelb-Rot wegen einer Schwalbe. Die Schweiz musste die restliche Spielzeit in Unterzahl bestreiten.

Ifab stellt klar

Das Schiedsrichter-Team berief sich dabei auf eine Regelklausel, die eigentlich für Verwechslungen von Spielern vorgesehen ist. Das Ifab erklärte nun: „Eine Gelbe Karte (Verwarnung), bei der es sich nicht um eine zweite Gelbe Karte handelt, kann nur überprüft werden, um den Spieler zu identifizieren, der das geahndete Vergehen begangen hat; das Vergehen selbst kann nicht überprüft oder geändert werden.“ Die Klausel sei bei der vorherigen falschen Anwendung im Gruppenspiel USA gegen Paraguay sowie in diesem Fall „positiv aufgenommen“ worden, teilte das Ifab mit. Sie werde jedoch erst nach Abschluss der protokollarischen Überprüfung angewendet werden dürfen.

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UEFA bekräftigt VAR-Prinzip

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) lobte die Klarstellung der Regelhüter und bekräftigte nach einem Treffen der Schiedsrichterchefs ihrer Mitgliedsverbände, dass der VAR nur bei eindeutigen und offensichtlichen Fehlern eingreifen dürfe. „Der VAR soll das Spiel nicht neu pfeifen, sondern ist eine unverzichtbare Unterstützung für die Schiedsrichter, die im Mittelpunkt aller Entscheidungsfindung stehen müssen“, hieß es in einer UEFA-Mitteilung. Die Debatte um den VAR-Einsatz dürfte die Diskussionen um die Weiterentwicklung des Videobeweises weiter anheizen.

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