WM-Aus für Mexiko: Tränen und Abschied nach epischem Duell gegen England
WM-Aus für Mexiko: Tränen nach 2:3 gegen England

Der Stimmungs-Tempel Aztekenstadion verstummte, übrig blieben Tränen der Enttäuschung. Torwart-Legende Guillermo Ochoa weinte hemmungslos mitten auf dem Rasen. Seine lange Karriere in Mexikos Fußball-Nationalmannschaft – zuletzt nur noch als Ersatz – endete mit dem 2:3 in einem denkwürdigen Achtelfinal-Spiel gegen England.

Fans und Medien reagieren fassungslos

Auf den großen Plätzen und Straßen von Mexiko-Stadt schlugen sich die Fans entsetzt die Hände vors Gesicht. „Aus der Traum“, schrieb „Record“. Die mexikanische Mannschaft hatte nach vier Siegen in vier Spielen ohne Gegentor mehr denn je von dem ganz großen Erfolg geträumt. Das Ende bei der WM trifft das Land mitten ins Herz.

Episches Duell mit Titelmitfavorit England

Die Mexikaner konnten sich nichts vorwerfen. Sie lieferten sich mit Titelmitfavorit England ein episches Duell und verlangten den Three Lions den bisher besten und beeindruckendsten Auftritt bei dieser WM ab. „Hut ab vor Mexiko“, sagte Englands Doppeltorschütze Jude Bellingham. Dennoch wurde diese Niederlage eine für die Historie: Noch nie hatte Mexiko bei den bisherigen Weltmeisterschaften 1970, 1986 und 2026 im eigenen Land in ihrer Festung verloren. Das Aztekenstadion hat nun einen Teil seines Schreckens verloren.

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„Du musst das perfekte Spiel machen, um England zu schlagen“, sagte Trainer Javier Aguirre am Ende seiner dritten WM mit den Mexikanern. Seine Mannschaft war nach den beiden Gegentoren durch Bellingham in der 36. und 38. Minute zurückgekommen. „Wir dachten, wir könnten ausgleichen“, sagte Aguirre, dessen Team auch in der finalen Druckphase immer wieder an Englands Keeper Jordan Pickford scheiterte.

Entscheidende Fehler und ein hoher Preis

Das dritte Tor – erzielt durch Harry Kane per Elfmeter in der 60. Minute – habe sie aber „gekillt“, betonte Aguirre: „Wir haben drei Fehler gemacht und einen sehr hohen Preis bezahlt.“ Daran vermochten auch die Tore von Julián Quiñones (42.) und Raúl Jiménez per Elfmeter (60.) nichts zu ändern.

Abschied von einer Ära

Und so wurde der 5. Juli in Mexiko-Stadt auch zum Datum des Abschieds. „Ich sage auf Wiedersehen zum Fußball. Auf Wiedersehen zum Aztekenstadion. Ich gehe mit Stolz“, betonte Aguirre. Er hatte die Nationalmannschaft 2001 zum ersten Mal übernommen und blieb damals nur ein Jahr. Die zweite Amtszeit dauerte von April 2009 bis Ende Juni 2010. Die dritte begann im Sommer 2024.

Der Trainerposten geht nun wie geplant an Rafael Marquéz. Die 47 Jahre alte Fußball-Ikone, viele Jahre beim FC Barcelona, arbeitete bereits seit zwei Jahren im Betreuerstab der Nationalmannschaft: „Ich habe ihm gesagt, dass er immer auf mich zählen kann“, sagte der 67 Jahre alte Aguirre.

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