Chinas Volksbefreiungsarmee hat im Südpazifik eine ballistische Rakete von einem Atom-U-Boot abgefeuert. Der Test erfolgte am 6. Juli 2026 um 12.01 Uhr Ortszeit und war nach Angaben der Marine erfolgreich. Die Rakete war mit einem Übungssprengkopf bestückt und landete im anvisierten Zielgebiet. Es war der erste derartige Test seit September 2024.
Reaktionen aus Australien und Japan
Australien und Japan wurden vorab informiert, verurteilten den Test jedoch scharf. Australiens Außenministerin Penny Wong erklärte: „Australien hat gegenüber China unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass wir dies als destabilisierend für die Region betrachten.“ Wong warf China einen „raschen militärischen Aufrüstungsprozess“ vor, dem es an Transparenz mangele. Japan äußerte ebenfalls Besorgnis, wie das Verteidigungsministerium auf X mitteilte. Die Rakete schlug laut japanischen Regierungsquellen außerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone Japans ein.
Neuseeland und regionale Spannungen
Neuseelands Außenminister Winston Peters sagte, sein Land sei „binnen Stunden“ informiert worden und „tief besorgt“. Er bezeichnete den Test als „unwillkommene und besorgniserregende Entwicklung“. Der Test erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender chinesischer Militäraktivitäten im Pazifik. Australien hatte zuvor ein Verteidigungsabkommen mit Fidschi unterzeichnet, um dem chinesischen Einfluss entgegenzuwirken.
Chinesische Rechtfertigung und gemeinsame Übung mit Russland
Die Volksbefreiungsarmee betonte, es handele sich um einen routinemäßigen Test im Rahmen jährlicher Militärübungen, der im Einklang mit dem Völkerrecht stehe. Betroffene Staaten seien im Vorfeld benachrichtigt worden. Der Test richte sich nicht gegen einzelne Länder. Parallel dazu begann am Montag eine gemeinsame Marineübung mit Russland vor der nordchinesischen Küstenstadt Qingdao. Die Übung steht unter dem Motto „gemeinsam auf Bedrohungen der Sicherheit auf See reagieren“.



