Fusion-Festival: 48 Drogenfahrten und acht Anzeigen wegen Drogenhandels
Fusion-Festival: 48 Drogenfahrten, acht Anzeigen

Polizei zieht Bilanz nach Fusion-Festival

Rund 65.000 Menschen feierten eine halbe Woche lang auf dem Fusion-Festival in Lärz, Mecklenburg-Vorpommern. Für einige endete das Event mit einer Strafanzeige. Die Polizei hat bei Verkehrskontrollen 48 Fälle von Drogenfahrten registriert. Zudem wurden acht Strafanzeigen wegen des Besitzes oder Handelns mit Drogen aufgenommen, wie die Landes- und Bundespolizei sowie das Hauptzollamt Stralsund mitteilten.

Drogen und Straftaten rund um das Festival

Rund 70 Bundespolizeibeamte waren im Bereich des Bahnhofs Neustrelitz im Einsatz. Die An- und Abreise mit der Bahn verlief laut Polizei weitgehend geordnet und störungsfrei. Bei stichprobenartigen Kontrollen vermerkten die Beamten zehn Straftaten und eine Ordnungswidrigkeit, meist im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln. Ecstasy-Tabletten, Kokain und Amphetamine wurden sichergestellt. Bei einer Person stellte die Polizei fest, dass sie sich unerlaubt in Deutschland aufhielt.

Zoll leitet 24 Strafverfahren ein

Der Zoll leitete 24 Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Konsumcannabisgesetz ein. Die Kontrollen waren Teil der polizeilichen Maßnahmen rund um das Festival.

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Mobile Wache beschmiert – Polizistin leicht verletzt

Das Festival war am Donnerstagabend wegen Bränden zeitweise unterbrochen worden, sämtliche Gäste wurden auf die Landebahn evakuiert. In dieser Zeit beschmierten mehrere Menschen die mobile Polizeiwache von außen mit Graffiti. Als eine Polizistin die Tat filmen wollte, wurde sie von einer Person körperlich angegriffen und leicht verletzt. Die Polizei nahm Anzeigen auf, der Sachschaden beläuft sich auf etwa 500 Euro.

65.000 Gäste und Ausblick

Laut Veranstaltern wird die Abreise der rund 65.000 Besucher bis Mittwoch abgeschlossen sein. Der Abbau dauert noch etwa zwei Wochen. Das Festival hatte am vergangenen Mittwoch begonnen. Die jährlich veranstaltete Fusion gilt als eines der größten alternativen Musik- und Kulturfestivals Deutschlands und Europas und verbindet Techno, Rock, Pop und viele andere Musikstile mit Theater und politischer Bildung. 2027 legt die Fusion eine Pause ein, bevor es 2028 weitergehen soll.

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