WM-Aus: Warum jetzt Lena Wurzenberger im Fokus steht
WM-Aus: Lena Wurzenberger im Fokus

Nach dem frühen Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM 2026 in den USA richtet sich der Fokus nun auf Lena Wurzenberger, die Frau von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Die Suche nach den Ursachen für die Blamage folgt einem bekannten Muster: Zuerst wird der Trainer kritisiert, dann die Spieler, und schließlich die atmosphärischen Umstände des Turniers.

Historische Parallelen: Der „Geist von Malente“ und die Frauen der Spieler

Bereits 1974 trug der „Geist von Malente“ angeblich zum Titelgewinn bei. 20 Jahre später wurde derselbe Geist zum Schreckgespenst: In einer ZDF-Dokumentation war zu sehen, dass das Trainingslager in einer Bundeswehrkaserne für die hochbezahlten Profis nicht mehr geeignet war – es herrschte gähnende Langeweile. Auch bei der WM 1994 in den USA standen die Frauen im Mittelpunkt, insbesondere Bianca Illgner, Ehefrau von Torhüter Bodo Illgner. Sie bezeichnete das zeitweilige Übernachtungsverbot für Spielerfrauen als „kindergartenmäßig“ und beschwerte sich angeblich nachts bei Bundestrainer Berti Vogts über Ungleichbehandlung ihrer Kinder. Das Team, vielleicht das talentierteste, das Deutschland je zu einer WM entsandte, schied im Viertelfinale aus.

Die aktuelle Suche nach Schuldigen

Im Jahr 2026 ist die Situation ähnlich, wenn auch mit weniger Talent. Bundestrainer Julian Nagelsmann steht massiv in der Kritik – für seine Kommunikation, Taktik, Kleidungsstil und sogar seine Art, Kaugummi zu kauen. Die Mannschaft wird für einen notwendigen Umbruch kritisiert. Nun rückt die Atmosphäre im Basecamp in Winston-Salem in den Fokus. Laut mehreren Berichten war die Stimmung „stinklangweilig“. Die „Bild“-Zeitung zitierte namentlich nicht genannte Spieler, die das Camp als zu altbacken empfanden. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete, dass Nick Woltemade und Mitspieler aus Langeweile Verstecken spielten.

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Die Rolle der Spielerfrauen und von Lena Wurzenberger

Nach dem 7:1 gegen Curaçao reisten die Spielerfrauen an. Laut „Süddeutscher Zeitung“ gab es Konflikte wegen Ausnahmeregelungen: Ein Spieler durfte nicht nur seine Frau, sondern auch weitere Familienangehörige einladen, was andere Spieler verärgerte. Lothar Matthäus kritisierte: „Frauen, Familien, alles war dabei. Ich weiß nicht, warum man jetzt schon von Anfang an die ganzen Familien dabei haben muss.“

Lena Wurzenberger, die Frau des Bundestrainers, war ständige Begleiterin. Bilder zeigten sie im Nationalmannschaftstrikot mit dem Fahrrad zum Training fahrend oder auf der Tribüne jubelnd. Im Licht des frühen Ausscheidens wird ihr Auftreten kritisch betrachtet. „Bild“-Experte Marcel Reif fragte: „Hatte das immer die richtige Signalwirkung? Hilft das wirklich? Macht das Dinge besser?“ und antwortete: „Warum soll sie nicht zum Training fahren?“

Erfolg als entscheidender Faktor

Torhüter Manuel Neuer äußerte sich nach dem WM-Aus 2018 ähnlich: „In Brasilien kam mal Wasser von der Decke, das Zimmer ließ sich nicht so gut verdunkeln, und vor dem Fenster haben morgens irgendwelche Paradiesvögel gekrakeelt. In Watutinki hatte ich ein sauberes Zimmer, und es war ruhig und dunkel. Ich konnte besser schlafen als in Brasilien, nur sind wir in Brasilien eben Weltmeister geworden. Alles hängt vom Erfolg ab.“

Die Diskussionen über diese WM werden noch lange anhalten, und manche Episode wird stärker gewichtet werden, als sie es verdient.

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