WM-Bilanz: Vozinha, Saibari, Barton – die neuen Gesichter der Fußball-WM
WM-Bilanz: Die neuen Gesichter der Fußball-WM

Vozinha: Der Held von Kap Verde

Josimar José Évora Dias, genannt Vozinha, brachte Lionel Messi zur Verzweiflung und sorgte für Frust bei Spaniens Stars. Der Torwart aus Kap Verde hielt im Sechzehntelfinale gegen Argentinien die Null und war mit acht Paraden einer der Hauptverantwortlichen dafür, dass die Fans in der Verlängerung leiden mussten. Vor der WM hatte er weniger als 50.000 Follower auf Instagram, am Final-Wochenende waren es über 29 Millionen. Der 40-Jährige ist vereinslos und hofft auf einen neuen Club. „Ich möchte noch mindestens ein oder zwei Jahre spielen“, sagte er. „Ich hoffe, ich finde ein Team, das mich als Fußballer will und nicht als Marketing-Figur.“ Gerüchteweise gibt es Interesse aus Brasilien, Chile und von Inter Miami.

Ismael Saibari: Vom WM-Star zum Bayern-Profi

Drei Tore in den ersten drei WM-Spielen, darunter ein Lupfer gegen Brasilien: Ismael Saibari sicherte sich früh die Aufmerksamkeit der Fußball-Welt. Der Stürmer aus Marokko wechselte nach der WM zum FC Bayern München, wo er einen Vertrag bis 2031 unterschrieb. Die Ablösesumme betrug rund 50 Millionen Euro. In München soll Saibari den Konkurrenzkampf erhöhen und Spieler wie Jamal Musiala, Michael Olise, Serge Gnabry und Harry Kane entlasten. Die WM endete für ihn unglücklich: Im Achtelfinale gegen Kanada musste er nach 22 Minuten mit einer Muskelverletzung vom Platz, im Viertelfinale gegen Frankreich fehlte er.

Gilberto Mora: Der jüngste WM-Teilnehmer

Mit nur 17 Jahren begeisterte Gilberto Mora die mexikanischen Fans und gewann 5,7 Millionen neue Instagram-Follower. Nur fünf Fußballer hatten bei der WM einen stärkeren Zuwachs. Der Teenager steht beim Club Tijuana unter Vertrag, unterschrieb kurz vor der WM ein neues Arbeitspapier bis 2029. Die Vereinbarung enthält einen Ausstiegsmechanismus, der gemeinsam mit dem Spieler und seinem Berater ausgearbeitet wurde.

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Johan Manzambi: Rekordtransfer von Freiburg nach Aston Villa

Johan Manzambi entwickelte sich bei der WM von einem Einwechselspieler zur Stammkraft der Schweiz. Mit drei Toren und zwei Vorlagen bis zu seiner Verletzung vor dem Achtelfinale gegen Kolumbien machte er auf sich aufmerksam. Der 20-Jährige wechselte vom SC Freiburg zu Aston Villa, wobei die Ablöse inklusive Boni bis zu 70 Millionen Euro betragen soll. Damit ist er der teuerste Schweizer Transfer der Geschichte, noch vor Granit Xhaka (45 Millionen Euro zu Arsenal).

Örjan Nyland: Norwegens Rückhalt und tragischer Held

Ohne Erling Haalands Tore und Martin Ödegaards Spiel wäre Norwegen nicht weit gekommen, aber auch Torwart Örjan Nyland war entscheidend. Im Achtelfinale gegen Brasilien hielt er einen frühen Elfmeter und legte den Grundstein für den größten Sieg der norwegischen Fußball-Geschichte. Im Viertelfinale gegen England patzte er jedoch: Ein Schuss prallte von ihm ab. Der 26-Jährige ist vertragslos, nachdem sein Vertrag beim FC Sevilla Ende Juni auslief. Gerüchte bringen ihn mit Premier-League-Clubs und Feyenoord Rotterdam in Verbindung, aber es gibt noch keine heiße Spur.

Iván Barton: Der Schiedsrichter, der Geschichte schrieb

Iván Barton aus El Salvador zeigte als erster Schiedsrichter einem Profi die Rote Karte, weil dieser sich in einem Disput die Hand vor den Mund hielt. Die Regel war erst vor der WM eingeführt worden, um rassistische Diskriminierung zu unterbinden. Paraguays Miguel Almirón flog vom Platz, nachdem er zu seinem türkischen Gegenspieler Mert Müldür etwas gesagt hatte. Bartons Worte „After Review. Number 10. Paraguay. Covered his mouth. Decision is: Red Card!“ wurden zu Memes und sogar einem Song.

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