Am Sonntagabend ab 21 Uhr steigt das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Titelverteidiger Argentinien. Der Weltverband FIFA schüttet Rekordprämien aus: Der Sieger erhält 50 Millionen US-Dollar, der Verlierer 33 Millionen. Insgesamt fließen 871 Millionen US-Dollar an die 48 teilnehmenden Verbände. Jedes Team bekam 2,5 Millionen Dollar Vorbereitungspauschale, plus mindestens 10 Millionen für das Aus in der Vorrunde. Der DFB kassierte für das Achtelfinal-Aus elf Millionen Dollar – deutlich weniger als die 35 Millionen Dollar für den WM-Sieg 2014.
Showprogramm vor und in der Halbzeit
Die Abschlussfeier beginnt um 19.30 Uhr im MetLife-Stadion in East Rutherford, New Jersey. Prominente wie Laura Pausini, Nicole Scherzinger, Robbie Williams, IShowSpeed und Jennifer Hudson treten auf. Jennifer Hudson singt die US-Nationalhymne. Tom Cruise ist ebenfalls angekündigt, und Post Malone soll vor dem Anpfiff Stimmung machen. Die FIFA beschreibt die Show als Rückblick auf das Turnier mit 48 Teams, drei Gastgeberländern und 16 Austragungsstädten. Fans sollen aktiv eingebunden werden.
Erstmals in der WM-Geschichte gibt es eine Halbzeitshow, angelehnt an den Super Bowl. Rund elf Minuten dauert das Spektakel mit Shakira, Madonna, Justin Bieber und BTS. Weitere Künstler sind möglich. Coldplay-Frontmann Chris Martin wirkt als Kurator mit.
Schüler Scaloni trifft Lehrmeister de la Fuente
Argentiniens Trainer Lionel Scaloni und Spaniens Coach Luis de la Fuente kennen sich gut. De la Fuente war vor rund neun Jahren Scalonis Lehrer in einem Trainer-Sonderprogramm des spanischen Verbandes, Spezialgebiet Taktik. „Er saß in der ersten Reihe“, erinnert sich de la Fuente. „Es ist natürlich jetzt einfach, zu sagen, dass er außergewöhnlich war. Aber da war etwas Besonderes. Er hatte diese Unruhe, forderte einen immer heraus, diskutierte.“
Scaloni betont die Freundschaft: „Wir sind Freunde. Er weiß, wie mein Team spielt. Ich weiß, wie seines spielt. Wir haben ähnliche Muster, versuchen beide stark mit dem Ball zu sein.“ De la Fuente ergänzt: „Wir haben viele Konzepte, Werte und Prinzipien gemeinsam.“
Obwohl Scaloni Argentinier ist, lebt er auf Mallorca, seine Frau ist Spanierin. „Jeder kennt meine Verbindung zu Spanien, weiß über meine Familie. Doch am Sonntag, es tut mir leid, werde ich versuchen, sie zu schlagen“, sagt der 48-Jährige. Scaloni spielte den Großteil seiner Karriere in Spanien, unter anderem bei Deportivo La Coruña und RCD Mallorca, wo er seine Frau kennenlernte.
Argentinien und die Angst vor dem Messi-Abschied
Ein emotionaler Instagram-Post von Lionel Messi vor dem Finale hat in Argentinien Wehmut ausgelöst. Die Zeitung „Clarín“ schrieb: „Seine Botschaft, die von Herzen kommt und gut durchdacht ist, hat einen Hauch von Abschied, der einen bewegt. Der Weg, den er vor 20 Jahren mit der Weltmeisterschaft 2006 begonnen hat, könnte in New Jersey enden.“
Messi, der während der WM seinen 39. Geburtstag feierte, schrieb: „Egal, was passiert – diese Gruppe hat bereits eine Geschichte geschrieben, die wir nie vergessen werden. AUF GEHT'S ARGENTINIEN!“ Seine Frau Antonela Roccuzzo reagierte mit weinenden Emojis. Der argentinische Verband kommentierte: „Alle zusammen.“
Messi hatte zuvor einen Werbepost für seinen Sponsor adidas veröffentlicht, der ihm den Schuh „Der letzte Tango“ widmete. „Pagina12“ titelte: „Verdammt noch mal, Messi! Aufregung angesichts des möglicherweise letzten Spiels des Kapitäns in der Nationalmannschaft.“ Messi bestritt 2005 sein erstes Länderspiel, das Finale wird sein 207. Einsatz für Argentinien. Seinen größten Erfolg feierte er mit dem WM-Triumph 2022 in Katar, dazu kamen die Copa-Ámerica-Siege 2021 und 2024. „Das Beste an all diesen Jahren waren nicht nur die Titel, sondern die gesamte Reise. Den Alltag mit dieser Gruppe teilen, gemeinsam an Wettkämpfen teilnehmen, in schwierigen Zeiten wieder auf die Beine kommen“, schrieb der achtmalige Weltfußballer.



