WM-Finale: Experten loben Spanien – Argentinien unter Kritik
WM-Finale: Experten loben Spanien – Argentinien kritisiert

Nach dem WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien sind sich Fußballexperten einig: Spanien hat den Titel verdient. Der Auftritt des Titelverteidigers Argentinien enttäuschte dagegen auf ganzer Linie. Der frühere DFB-Weltmeister Toni Kroos schrieb auf X: „Der Fußball hat gewonnen.“ Auch der englische Ex-Stürmerstar Alan Shearer zeigte sich in der BBC überzeugt: „Zweifellos hat das richtige Team gesiegt.“ Nur die Spanier hätten Interesse an Ballbesitz gehabt und daran, sich Torchancen zu erspielen. „Das ist ein Ergebnis für den Fußball, so wie sie gespielt haben. Spanien hat es verdient.“

Spanien ringt Argentinien nieder

Der Europameister Spanien rang den WM-Titelverteidiger nach Verlängerung mit 1:0 nieder. Ferran Torres wurde mit seinem Treffer in der 106. Minute zum Matchwinner. Die Argentinier um Superstar Lionel Messi verzeichneten bis in die Schlussminuten keinen einzigen Torschuss und fielen vor allem durch ruppiges Spiel auf. Enzo Fernandez wurde in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit nach einem heftigen Foul zum zweiten Mal verwarnt und vom Platz gestellt.

Matthäus: „Argentinier sind schlechte Verlierer“

„Das hat für mich mit Fußball nichts zu tun“, resümierte Lothar Matthäus bei „Bild“ zum Spiel der Südamerikaner. „Sie wollten ein 0:0 über die Zeit retten und ins Elfmeterschießen gehen. Es war für mich ein langweiliges Endspiel.“ Dass es nach dem Schlusspfiff auch noch zu einem Handgemenge rund um Argentiniens Leandro Paredes kam, der schon während der Partie nah dran war am Platzverweis, enttäuschte den 1990-Weltmeister Matthäus. „Man hat gesehen, dass die Argentinier schlechte Verlierer sind. Ich als großer Fan von Argentinien war nicht nur sportlich enttäuscht, sondern vor allem über ihr Verhalten.“

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Paredes-Eklat: „Peinlich“

Den deutschen Rekord-Nationalspieler erinnerte der Auftritt an jenen von Argentinien im WM-Finale 1990, als die Auswahl um Superstar Diego Maradona gegen Deutschland ebenfalls wenig für das Spiel tat und am Ende sogar zwei Platzverweise kassierte. Auch damals in Rom unterlagen die Südamerikaner 0:1. Der frühere England-Stürmer Wayne Rooney meinte, derartige Szenen nach der Partie seien „peinlich“. Paredes sei eigentlich besser als dort zu sehen.

Kramer mit Appell an junge Leute

Auch ZDF-Experte und 2014-Weltmeister Christoph Kramer sagte: „Das darf nicht passieren.“ Er kritisierte grundsätzlich den Auftritt der Argentinier: „Heute und auch schon während des Turniers haben sie den Bogen ein bisschen überspannt.“ In puncto Vorbildfunktion betonte Kramer: „Das WM-Finale gucken unheimlich viele Jugendliche und Kinder. Jeder, der unter 18 ist: Bitte an Argentinien kein Vorbild nehmen!“

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