WM-Finale: Scaloni gegen De la Fuente – Schüler trifft Lehrmeister
WM-Finale: Scaloni gegen De la Fuente – Schüler trifft Lehrmeister

Luis de la Fuente erinnert sich noch genau an Lionel Scaloni. „Er saß in der ersten Reihe“, sagte Spaniens Nationalcoach über Argentiniens Weltmeister-Trainer. „Es ist natürlich jetzt einfach, zu sagen, dass er außergewöhnlich war. Aber da war etwas Besonderes. Er hatte diese Unruhe, forderte einen immer heraus, diskutierte.“ Diese Erinnerungen liegen etwa neun Jahre zurück. Damals machte Scaloni seinen Trainerschein in einem Sonderprogramm des spanischen Verbandes – und de la Fuente war sein Lehrer, spezialisiert auf Taktik.

Von der Schulbank ins WM-Finale

Am Sonntagabend (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) nehmen die beiden im WM-Finale andere Rollen ein. Aus Lehrmeister und Schüler werden Gegner auf Augenhöhe. Mehr als nur Kollegen sind sie ohnehin längst. „Wir sind Freunde. Er weiß, wie mein Team spielt. Ich weiß, wie seines spielt. Wir haben ähnliche Muster, versuchen beide stark mit dem Ball zu sein“, sagte Scaloni. Auch de la Fuente betonte, dass man „viele Konzepte, Werte und Prinzipien gemeinsam“ habe. Man sei sich sehr ähnlich.

Versprechen für eine großartige Show

Im Versprechen für das Finale in East Rutherford – dem ersten Spiel gegeneinander – sind sich beide einig. Eine gute Show werde es, so Scaloni, laut de la Fuente sogar großartig. Auf der einen Seite Spanien mit hohem Pressing, schnellen Ballzirkulationen und Spielern, die sich seit Kindheitstagen kennen. Auf der anderen Seite das reife argentinische Team mit der Gabe, sich auf jeden Gegner einzustellen – und mit Lionel Messi.

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Scalonis enge Bindung zu Spanien

Obwohl Scaloni ein Argentinier mit italienischen Wurzeln ist, ist seine Verbindung zu Spanien sehr eng. Er lebt auf Mallorca, seine Frau ist Spanierin. Doch für einen Tag spielt das für Scaloni nur eine Nebenrolle. „Jeder kennt meine Verbindung zu Spanien, weiß über meine Familie. Doch am Sonntag, es tut mir leid, werde ich versuchen, sie zu schlagen“, sagte der 48-Jährige.

Scaloni und Spanien – das ist nicht irgendeine Verbindung. Im Dezember 1997 wechselte er zu Deportivo La Coruna und verbrachte den Großteil seiner Spielerkarriere in Spanien. Während einer Leihe zu RCD Mallorca lernte er seine Frau Elisa Montero kennen. Heute hat das Paar zwei Söhne. Mit Informationen über sein Privatleben hält sich Scaloni weitestgehend zurück.

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