Am Sonntagabend ab 21 Uhr steigt das letzte Spiel dieser Fußball-Weltmeisterschaft: das Finale zwischen Spanien und Titelverteidiger Argentinien. Verfolgen Sie alles dazu hier im Liveblog.
Tom Cruise hält Abschiedsrede
Der Hollywoodstar hält eine große Rede über diese WM und wie toll sie doch war. Ergreifend. Aber jetzt geht's dann tatsächlich auch gleich los mit dem Finale. Spanier und Argentinier sind bereit und kommen jetzt auf den Rasen.
Donald Trump und Gianni Infantino im Stadion
US-Präsident Donald Trump ist ebenfalls anwesend – sicher verstaut hinter Glas mit FIFA-Präsident Gianni Infantino.
US-Nationalhymne mit Verspätung
Jennifer Hudson hat die Ehre und schmettert das „Stars spangled banner“ in die Arena. Allerdings zweieinhalb Minuten zu spät – laut FIFA-Zeitplan. Anschließend darf Robbie Williams singen in einem Outfit, das an ein „Star spangled banner“ erinnert. Mit ihm treten Nicole Scherzinger und Laura Pausini auf.
Fan-Szenen in Berlin
Unsere US-Korrespondentin Helena Wittlich ist live beim Finale dabei und hat sogar schon Post Malone und Co. gesehen. Inga Hofmann berichtet live aus der Kulturbrauerei in Berlin: Eine Stunde vor Anpfiff füllt es sich schon ordentlich vor der Kulturbrauerei. Man sieht etliche Messi-Trikots und noch mehr Spanien-Flaggen. Die spanischen Fans sind deutlich in der Überzahl, unter ihnen sind auch die drei Freundinnen Marina, Inés und Mercedes, die alle aus Spanien kommen, aber in Berlin arbeiten. „Ich bin voller Vorfreude aber leide auch jetzt schon“, sagt Inés. „Wenn Spanien verliert, gibt es eine nationale Depression.“ Dass ihre Mannschaft es überhaupt so weit schafft, habe sie nicht erwartet, erzählt Marina. „Wir hatten immer Hoffnung, aber die bisherigen Gegner waren sehr stark. Ich habe es mir so sehr gewünscht und ich habe mich jedes Mal gefreut, eine Runde mehr schauen zu können.“ Ihr Tipp für das Spiel: 2:1. Ein paar Meter weiter steht Jürgen aus Amsterdam, der seit vielen Jahren Argentinien-Fan ist. Erst kürzlich war er in Buenos Aires und schaute dort das Viertelfinale. „Ich liebe die Art und Weise wie die argentinische Mannschaft spielt und die Leidenschaft, die sie hat. Messi ist der größte aller Zeiten. Ich hoffe, dass sie heute gewinnt, aber für uns ist es schon etwas Besonderes im Finale zu stehen – das hat niemand erwartet. Falls wir verlieren, kann ich damit leben.“ Sollte Spanien stattdessen den Titel gewinnen, freut Jürgen sich besonders auf die Übergabe des Pokals durch US-Präsident Donald Trump. „Ich hoffe, das ganze Stadion singt dann etwas Gemeines. Es ist so bizarr: Trump hat keine Ahnung von Fußball, er sollte nicht dort sein.“ Sein Tipp: ebenfalls 2:1, allerdings für Argentinien.
Protestaktion gegen Trump und Infantino
Fußballfans haben vor dem WM-Finale in East Rutherford nahe New York eine Aktion vorbereitet, um US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino bildstark einen Denkzettel zu verpassen. In New York wurden auf dem Weg Richtung Metlife-Stadium Rote Karten verteilt, die Fans am Abend beim Endspiel zwischen Spanien und Argentinien zeigen können. Auf den Roten Karten war ein QR-Code zu sehen, der auf die Plattform finalredcard.com verlinkt. „Wenn Trump und Infantino am 19. Juli die Trophäe überreichen, halten Sie diese Rote Karte in Richtung Spielfeld“, heißt es auf der Plattform. Dazu ist in Anlehnung an den Videobeweis bei der WM zu lesen: „Nach der Prüfung hinsichtlich politischer Korruption und Amtsmissbrauchs lautet die Entscheidung: Rote Karte.“ (dpa)
Aufstellungen: Spanien unverändert, Argentinien mit drei Änderungen
Spanien startet unverändert im Vergleich zum Halbfinale gegen Frankreich. Argentinien nimmt drei Änderungen im Vergleich zum Halbfinale gegen England vor: Nico Gonzalez ersetzt Paredes, dazu rücken Montiel und de Paul für Molina und Simeone in die Startelf.
Showprogramm vor dem Finale
Die Abschlussfeier dieser Fußball-Weltmeisterschaft findet ab 19.30 Uhr im Finalstadion von New York oder genauer: New Jersey statt. Zahlreiche Prominente sind angekündigt. Auftreten sollen Laura Pausini, Nicole Scherzinger, Robbie Williams, IShowSpeed und Jennifer Hudson, die vor dem Anpfiff die US-Nationalhymne singen soll. Außerdem ist ein Auftritt von Tom Cruise geplant, direkt vor dem Spiel soll auch Post Malone im Stadion Stimmung machen. Der Weltverband FIFA beschreibt die Abschlussfeier als Rückblick auf das Turnier mit 48 Teams in drei Gastgeberländern und 16 Austragungsstädten. Zusätzlich gibt es beim WM-Finale erstmals in der Geschichte des Turniers eine Halbzeitshow. Sie orientiert sich am Super Bowl. Ungefähr elf Minuten soll der Spaß dauern, möglicherweise auch länger. Als Acts sind Shakira, Madonna, Justin Bieber und BTS angekündigt, weitere Künstler sind möglich. Chris Martin, Frontmann von Coldplay, wirkt als Kurator an der Show mit.
Rekord-Preisgeld für den Weltmeister
Der Fußball-Weltmeister darf sich über ein Rekord-Preisgeld freuen. Der Sieger des Endspiels zwischen Spanien und Argentinien erhält als Prämie 50 Millionen US-Dollar (43,71 Millionen Euro). An den Verlierer schüttet der Weltverband FIFA noch 33 Millionen US-Dollar aus. Für den dritten Platz erhält England 29 Millionen US-Dollar, der Vierte Frankreich bekommt 27 Millionen Dollar. Bei der WM 2022 in Katar hatte Argentinien als Weltmeister 42 Millionen US-Dollar kassiert. Insgesamt 871 Millionen US-Dollar für die Teilnehmer: Jedes Team erhielt 2,5 Millionen US-Dollar, um die Vorbereitungskosten zu decken. Dazu kommen 10 Millionen US-Dollar als Minimalbetrag beim Ausscheiden in der Vorrunde. Der DFB erhielt für das Ausscheiden im Sechzehntelfinale elf Millionen US-Dollar – und damit deutlich weniger als noch für den WM-Sieg 2014.
Lehrmeister de la Fuente trifft Schüler Scaloni
Luis de la Fuente konnte sich noch genau an Lionel Scaloni erinnern. „Er saß in der ersten Reihe“, sagte Spaniens Nationalcoach über Argentiniens Weltmeister-Trainer. „Es ist natürlich jetzt einfach, zu sagen, dass er außergewöhnlich war. Aber da war etwas Besonderes. Er hatte diese Unruhe, forderte einen immer heraus, diskutierte.“ Diese Erinnerungen an Scaloni liegen etwa neun Jahre zurück. Der Argentinier machte damals seinen Trainerschein in einem Sonderprogramm des spanischen Verbandes – und de la Fuente war sein Lehrer. Spezialgebiet: Taktik. Am Sonntagabend nehmen sie im WM-Finale andere Rollen ein. „Wir sind Freunde. Er weiß, wie mein Team spielt. Ich weiß, wie seines spielt. Wir haben ähnliche Muster, versuchen beide stark mit dem Ball zu sein“, sagte Scaloni. Auch de la Fuente betonte, dass man „viele Konzepte, Werte und Prinzipien gemeinsam“ habe. Obwohl Scaloni ein Argentinier mit italienischen Wurzeln ist, ist seine Verbindung zu Spanien sehr eng. Er lebt auf Mallorca, seine Frau ist Spanierin – doch für einen Tag spielt das für Scaloni nur eine Nebenrolle. „Jeder kennt meine Verbindung zu Spanien, weiß über meine Familie. Doch am Sonntag, es tut mir leid, werde ich versuchen, sie zu schlagen“, sagte der 48-Jährige.
Messi-Abschied steht im Raum
Nach dem emotionalen Post von Lionel Messi vor dem WM-Finale macht sich bereits erste Wehmut in Argentinien breit. „Seine Botschaft, die von Herzen kommt und gut durchdacht ist, hat einen Hauch von Abschied, der einen bewegt“, schrieb die Zeitung „Clarín“. Messi, der während der WM seinen 39. Geburtstag gefeiert hat, würdigte bei Instagram sein Team und die Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre. Egal, was passiere im Finale gegen Spanien, „diese Gruppe hat bereits eine Geschichte geschrieben, die wir nie vergessen werden – eine, die niemand auslöschen kann. AUF GEHT'S ARGENTINIEN“. Messis Ehefrau Antonela Roccuzzo reagierte auf den Beitrag mit weinenden Emojis. Das Finale gegen Spanien wird Messis 207. Spiel für Argentinien. „Das Beste an all diesen Jahren waren nicht nur die Titel, sondern die gesamte Reise. Den Alltag mit dieser Gruppe teilen, gemeinsam an Wettkämpfen teilnehmen, in schwierigen Zeiten wieder auf die Beine kommen und jeden Schritt des Weges genießen“, schrieb der achtmalige Weltfußballer des Jahres über sein Team.



