Die Spannung vor dem ersten Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Frankreich und Spanien steigt. Frankreichs Trainer Didier Deschamps hat die Favoritenrolle für das Duell am heutigen Dienstag (21.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) in Arlington dem europäischen Rivalen zugeschoben. Trotz der beeindruckenden Offensivkraft seines Teams betonte Deschamps: „Spanien ist der Favorit.“ Er verwies auf die Defensivstärke der Spanier: „Sie haben nur ein Tor in den letzten sechs oder sieben Spielen kassiert.“
Spanien vertraut auf Lamine Yamal
Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente ist überzeugt, dass das beste WM-Spiel von Lamine Yamal noch bevorsteht. „Ich habe ihm gesagt, er soll ruhig bleiben und es genießen. Der große Tag von Lamine Yamal kommt noch bei dieser WM. Ich hoffe, es ist morgen – oder im Finale, wenn wir uns qualifizieren“, sagte der 65-Jährige. Yamal, der am Tag vor dem Halbfinale seinen 19. Geburtstag feierte, hat bei der XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko bisher nur einen Treffer erzielt und keine Vorlage gegeben. Dennoch wurde er mehrfach zum besten Spieler einer Partie gewählt. Der Flügelspieler des FC Barcelona zeigt sich unbeeindruckt: „Ich mache mir keine Sorgen, ob ich treffe oder nicht.“
Deschamps sieht Spanien als Favorit
Deschamps bekräftigte seine Einschätzung, dass Spanien der große Titelfavorit sei. „Ja, das bestätige ich“, sagte er auf der Pressekonferenz. Er hatte in den vergangenen Wochen mehrfach erklärt, dass er den Europameister bei diesem Turnier am stärksten einschätze. „Es kann ein spektakuläres Spiel werden mit hoher Qualität in der Offensive und Defensive“, meinte er.
Norwegen feiert Team – Haaland mit Waschbär-Souvenir
Das norwegische Team ist nach dem Viertelfinal-Aus gegen England begeistert in der Heimat empfangen worden. Stürmerstar Erling Haaland überraschte dabei mit einem ausgefallenen Souvenir: Er stieg mit einem ausgestopften Waschbären in der Hand aus dem Flugzeug. „Er ist mir nach Hause gefolgt“, schrieb Haaland auf Instagram. Der Waschbär hält eine Glasflasche in den Händen.
Vom Flughafen Gardermoen ging es zum Osloer Schloss, wo die Mannschaft von König Harald, Prinz Haakon und anderen Mitgliedern der Königsfamilie empfangen wurde. „Er hat uns zu Hause willkommen geheißen und uns zu unserer Leistung gratuliert“, sagte Kapitän Martin Ödegaard über die Begegnung mit dem 89-jährigen König.
Zwischen dem Palast und dem Universitätsplatz, einer Entfernung von etwa 450 Metern, hatten sich 88.000 Menschen versammelt, um die Mannschaft zu feiern. Auf dem Schlossplatz zelebrierten Team und Bevölkerung zusammen den mittlerweile weltberühmten Ruder-Jubel. Haaland war da nicht mehr dabei, weil er schon auf der Weiterreise in den Urlaub war.



