Spanien hat das Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 erreicht. Die Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente besiegte Belgien in Los Angeles mit 2:1 (1:1) und steht erstmals seit 2010 wieder unter den letzten Vier. Am kommenden Dienstag (21 Uhr) trifft der Europameister auf Frankreich, um den Einzug ins Endspiel zu klären.
Merino wird zum späten Helden
Der entscheidende Moment fiel in der 88. Minute. Pau Cubarsi zog aus 25 Metern ab, Belgiens Ersatztorwart Lammens ließ den Ball abklatschen, und Mikel Merino (30) staubte zum 2:1 ab. Es war nicht das erste späte Tor des Mittelfeldspielers: Bereits 2024 köpfte er Spanien im EM-Viertelfinale gegen Deutschland in der 119. Minute weiter. Erst am Montag sorgte sein Tor in der ersten Minute der Nachspielzeit für den 1:0-Sieg gegen Portugal.
Bitter für Belgien: Stammkeeper Thibaut Courtois verletzte sich während des Spiels und musste in der 71. Minute durch Lammens ersetzt werden. Zudem fiel Kapitän Youri Tielemans vor dem Spiel wegen einer Verletzung beim Aufwärmen aus; für ihn begann Hans Vanaken. Auch Spaniens Trainer de la Fuente überraschte mit einer Personalentscheidung: Er setzte Pedri (23) auf die Bank, obwohl der Barcelona-Star zuvor in allen fünf WM-Spielen von Beginn an gespielt hatte. Stattdessen startete Fabian Ruiz (30/Paris Saint-Germain).
Frühe Führung und schneller Ausgleich
In der 30. Minute traf Dani Olmo aus der Distanz, Courtois lenkte den Ball genau vor die Füße von Fabian Ruiz, der zum 1:0 abstaubte und mit einem Baby-Jubel feierte. Noch vor der Pause glich Belgien aus: Charles De Ketelaere (25) nickte eine Flanke von Castagne zum 1:1 ein (41. Minute). Es war das erste Gegentor für Spaniens Schlussmann Unai Simon bei dieser WM – zuvor hatte er 649 Minuten lang ohne Gegentreffer gehalten. Das Spiel blieb danach lange offen, bis Merino die Spanier erlöste.



