WM-Halbfinale: Spanien fordert Frankreich ohne Angst
WM-Halbfinale: Spanien fordert Frankreich ohne Angst

Vor dem mit Spannung erwarteten WM-Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich hat der spanische Youngster Lamine Yamal dem Europameister Frankreich die Angst genommen. „Ich glaube, seit Beginn der Weltmeisterschaft hat jeder auf dieses Spiel gewartet. Wir haben uns alle darauf gefreut, weil hier wohl die beiden besten Mannschaften des Turniers aufeinandertreffen“, sagte der 18-Jährige nach Spaniens 2:1 (1:1)-Sieg im Viertelfinale gegen Belgien. „Aber wir haben überhaupt keine Angst. Ich glaube, wenn irgendeine Mannschaft mit Selbstvertrauen gegen Frankreich antreten kann, dann wir.“

Historischer Hintergrund: EM-Halbfinale 2024 als Vorbild

Bereits bei der Europameisterschaft 2024 in Deutschland trafen beide Teams im Halbfinale aufeinander. Damals siegte Spanien mit 2:1 – und Lamine Yamal leitete mit seinem einzigen Turniertor die Wende ein. Beim aktuellen XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada steht der Angreifer trotz immer besser werdender Leistungen vor dem Halbfinale bei einem Tor. Die Nachwirkungen seiner Verletzungspause sind inzwischen nicht mehr zu sehen. „So lange wir die Weltmeisterschaft gewinnen, ist mir egal, ob ich treffe oder nicht. Wenn wir gewinnen, ist alles gut“, betonte Yamal. Mit Blick auf ein erneut entscheidendes Tor gegen die Franzosen fügte er hinzu: „Ich kann es kaum erwarten, dass dieser Tag endlich kommt.“

Yamals Geburtstag und persönliche Motivation

Am Tag vor dem Halbfinale, dem 14. Juli, wird Yamal 19 Jahre alt. Am liebsten würde er sich und seinen drei Jahre alten Bruder Keyne, der inzwischen selbst zum Internet-Star geworden ist, mit dem Finaleinzug beschenken. Das Spiel in Dallas beginnt um 21.00 Uhr (Magenta TV).

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Der „Heilige Merino“ als Joker

Falls es eng wird, hat Spanien mit Mikel Merino einen besonderen Trumpf. Die spanische Presse feierte den früheren Dortmunder nach seinem Siegtor gegen Belgien als „Heiligen Merino“. Zwei Minuten nach seiner Einwechslung erzielte der Profi des FC Arsenal in der 88. Minute das 2:1 – sein dritter später goldener Treffer in entscheidenden Spielen. Zuvor traf er bereits im Achtelfinale gegen Portugal (1:0) und im EM-Viertelfinale 2024 gegen Deutschland. „Es ist verrückt, der Mannschaft wieder helfen zu können“, sagte Merino. „An manche Zufälle glaube ich schon, aber ich glaube nicht, dass das hier Zufall ist. Wenn mir diese drei Tore in so wichtigen Momenten gelungen sind, dann deshalb, weil ich mich genau auf solche Situationen vorbereite.“

Spielverlauf gegen Belgien: Rekord endet

Gegen Belgien geriet Spanien trotz klarer Überlegenheit in Bedrängnis. Charles De Ketelaere traf in der 41. Minute zum 1:1-Ausgleich und beendete damit die Rekordserie von Torwart Unai Simon ohne Gegentor nach 649 Minuten. Zuvor hatte Fabián Ruiz Spanien in der 30. Minute in Führung gebracht. Dank Merinos Treffer steht Spanien erstmals seit dem WM-Titel 2010 wieder in einem WM-Halbfinale. Seitdem war das Team nie über das Achtelfinale hinausgekommen.

Frankreichs Offensivgewalt und Spaniens Selbstvertrauen

Frankreich steht zum dritten Mal in Folge im WM-Halbfinale (2018 und 2022 jeweils Finale). Die Offensive um Kylian Mbappé erzielte in sechs WM-Spielen 16 Tore. Spanien dagegen verlor in den letzten 37 Pflichtspielen nur im Elfmeterschießen. Der zuletzt verletzte Nico Williams wurde gegen Belgien eingewechselt und verpasste nur knapp das 2:1 – ein weiterer Schub für das Team. „Wir wissen alle, dass Frankreich vorne wie hinten über enorme Qualität verfügt. Es ist eine sehr starke Mannschaft. Aber wir werden unser Spiel spielen und versuchen, den Ball zu haben“, sagte Yamal. „Wir haben sie schon mal rausgeworfen.“

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