Uruguay: Rückreise nach WM-Aus ungewiss
Nach dem Aus bei der Fußball-Weltmeisterschaft müssen die Spieler der uruguayischen Nationalmannschaft offenbar selbst für ihre Rückreise sorgen. Wie aus Verbandskreisen bekannt wurde, hat der uruguayische Fußballverband den für die Mannschaft gebuchten Charterflug gestrichen. Die Spieler stehen nun vor der Herausforderung, eigenständig Rückflugmöglichkeiten zu organisieren.
Die Entscheidung fiel unmittelbar nach dem letzten Gruppenspiel, in dem Uruguay trotz eines 2:0-Sieges gegen Ghana aufgrund der schlechteren Tordifferenz ausschied. Der Verband hatte ursprünglich einen Charterflug für die gesamte Delegation gebucht, diesen jedoch überraschend annulliert. Grund dafür sollen finanzielle Erwägungen sein, wie ein nicht namentlich genannter Verbandssprecher mitteilte: „Wir hatten den Flug vorsorglich gebucht, aber nach dem Ausscheiden mussten wir Kosten sparen.“
Österreich zittert sich ins Turnier
Während Uruguay die Heimreise plant, kann Österreich aufatmen. Die Mannschaft von Teamchef Ralf Rangnick sicherte sich in letzter Minute das Weiterkommen. Ein spätes Tor in der Nachspielzeit des entscheidenden Gruppenspiels bescherte den Österreichern den nötigen Sieg. „Wir haben bis zur letzten Sekunde gekämpft und wurden belohnt“, sagte ein sichtlich erleichterter Kapitän David Alaba nach dem Abpfiff.
Österreich steht nun im Achtelfinale und trifft dort auf einen noch zu bestimmenden Gegner. Die Mannschaft reist am Montag weiter ins nächste Quartier. Die Stimmung im Team sei trotz der Strapazen positiv, wie ein Teammitglied berichtete: „Wir haben gezeigt, dass wir mit dem Druck umgehen können.“
Fans blockieren Straße in Stuttgart
In Stuttgart sorgten rund 2500 Fußballfans für eine kurzzeitige Straßenblockade. Die Anhänger versammelten sich am Samstagabend auf einer Hauptverkehrsstraße, um ihre Mannschaft zu feiern. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, um die Lage zu kontrollieren. Nach etwa einer Stunde löste sich die Versammlung friedlich auf. Ein Polizeisprecher erklärte: „Die Fans haben sich kooperativ verhalten. Es gab keine Festnahmen oder nennenswerten Zwischenfälle.“
Die Blockade führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt. Die Polizei appelliert an die Fans, künftig auf öffentliche Plätze auszuweichen, um den Verkehr nicht zu beeinträchtigen.
Weitere WM-News im Überblick
Neben diesen Ereignissen gibt es weitere Entwicklungen bei der WM. Die Organisatoren melden steigende Zuschauerzahlen in den Stadien. Bisher wurden über 2,5 Millionen Tickets verkauft. Auch die TV-Quoten in Deutschland erreichen neue Höchstwerte. Die Übertragungen der Spiele verzeichnen im Schnitt 8 Millionen Zuschauer pro Partie.
Die nächsten Spiele versprechen Spannung: Am Dienstag trifft Deutschland auf Costa Rica, während Spanien gegen Japan antritt. Die Partien entscheiden über den Einzug ins Achtelfinale.



