Der mexikanische Fußballverband hat den geplanten Trainerwechsel vollzogen: Javier Aguirre (67) gibt sein Amt als Nationaltrainer ab, sein bisheriger Assistent Rafael Marquez (47) übernimmt. Dies bestätigte der Verband am Mittwoch nach dem Achtelfinal-Aus der Mannschaft bei der Weltmeisterschaft gegen England.
Geordneter Übergang nach WM-Aus
„Die Ernennung von Rafael Marquez ist Teil eines geordneten Übergangs“, hieß es in einer offiziellen Mitteilung. Aguirre, der in seiner dritten Amtszeit als Mexiko-Coach stand, verabschiedete sich emotional: „Ich sage auf Wiedersehen zum Fußball. Auf Wiedersehen zum Aztekenstadion. Ich gehe mit Stolz“, sagte er nach der 2:3-Niederlage gegen England. Die WM-Co-Gastgeber hatten lange in Überzahl gespielt, konnten die Partie nach 0:2- und 1:3-Rückstand trotz drückender Überlegenheit aber nicht mehr drehen.
Erfolgreiche Gruppenphase und Achtelfinal-Aus
In der Gruppenphase war die Mannschaft gegen Südafrika, Südkorea und Tschechien ohne Gegentor geblieben und als Sieger der Gruppe A in die K.o.-Runde eingezogen. Auch das Sechzehntelfinale gegen Ecuador gewann Mexiko souverän mit 2:0. Doch im Achtelfinale war Endstation – wie bereits bei Aguirres vorherigen WM-Teilnahmen 2002 und 2010.
Es war bereits Aguirres dritte Amtszeit als Mexiko-Coach. Im Juli 2024 hatte er das Amt zum dritten Mal übernommen. Zuvor hatte er in seiner langen Trainerlaufbahn unter anderem auch die Nationalmannschaften von Japan und Ägypten betreut.
Beliebter Trainer mit skurrilen Momenten
Aguirre war bei Spielern und Fans beliebt, nicht zuletzt wegen seiner sympathischen und manchmal skurrilen Art. Während des Achtelfinal-Spiels gegen England sorgte er für einen viralen Moment, als er sich Englands Jude Bellingham für ein kleines Gespräch griff – angeblich, um sich dessen Trikot für seinen Schwiegervater zu sichern. Anschließend rief er Anthony Gordon zu sich und brüllte ihm ein freundliches „Fuck you“ zu, bevor er schelmisch laut auflachte.
Rafael Marquez übernimmt
Der ehemalige Starspieler des FC Barcelona und bisherige Assistenztrainer Rafael Marquez übernimmt nun die Nachfolge seines Mentors. Der 47-Jährige soll die Mannschaft in eine neue Ära führen. Der Verband betonte, dass der Wechsel von langer Hand geplant war.



