Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat dem überraschenden Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft auch eine positive Seite abgewinnen können. Bei der Eröffnung des Brandenburger Sommerabends der Landesregierung und des Wirtschaftsforums Brandenburg am Dienstagabend in Potsdam sagte der Regierungschef: „Ich weiß, einige sind sehr traurig seit heute am ganz frühen Morgen. Es ist traurig, dass wir ausgeschieden sind bei der WM. Aber wir Männer auf jeden Fall – und viele Frauen auch – haben mindestens eins gewonnen, und das ist Zeit. Und Zeit ist wertvoll.“
Deutschland scheidet im Achtelfinale aus
Die deutsche Nationalmannschaft war bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko bereits im Achtelfinale ausgeschieden. Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann verlor am frühen Dienstagmorgen deutscher Zeit gegen den Außenseiter aus Marokko mit 0:1 und musste die Heimreise antreten. Das frühe Aus kam für viele Fans und Experten überraschend, nachdem die Mannschaft in der Vorrunde noch überzeugt hatte.
Woidke nutzte die Gelegenheit, um die Gäste des Sommerabends zu ermuntern, die gewonnene Zeit zu nutzen. „Deshalb sollten die Gäste die Zeit beim Sommerabend nutzen“, sagte er mit Blick auf das gesellige Beisammensein. Der Sommerabend der Landesregierung und des Wirtschaftsforums Brandenburg ist eine traditionelle Veranstaltung, bei der sich Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft austauschen.
Positive Deutung des WM-Aus
Die Aussage des Ministerpräsidenten stieß im Publikum auf verhaltene Reaktionen. Viele Gäste nickten zustimmend, während andere die unerwartete Niederlage noch verdauen mussten. Woidke selbst zeigte sich gelassen: „Fußball ist ein Sport, der uns alle verbindet. Aber manchmal führt eine Niederlage auch zu neuen Chancen.“
Das frühe Ausscheiden der deutschen Mannschaft hatte bundesweit für Enttäuschung gesorgt. In den sozialen Medien machte sich vor allem Frustration breit. Woidke hingegen versuchte, die Stimmung aufzuhellen. „Wir haben jetzt mehr Zeit für die wichtigen Dinge im Leben – Familie, Freunde und natürlich den Brandenburger Sommerabend“, scherzte der Regierungschef.
Die Veranstaltung in Potsdam stand ganz im Zeichen des Dialogs zwischen Landesregierung und Wirtschaft. Themen wie Fachkräftemangel, Energiewende und Digitalisierung standen auf der Agenda. Woidke nutzte die Gelegenheit, um für Brandenburg als Wirtschaftsstandort zu werben. „Wir haben viel zu bieten – und jetzt auch mehr Zeit, um darüber zu sprechen“, sagte er mit einem Augenzwinkern.



