Vor Duell gegen Leipzig: Schreck-Nachricht trifft Wolfsburg hart
Im erbitterten Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga muss der VfL Wolfsburg einen herben Rückschlag verkraften. Nur Stunden vor dem wichtigen Auswärtsspiel beim Spitzenteam RB Leipzig (Anpfiff 17:30 Uhr, Übertragung bei DAZN) erreicht die Mannschaft eine besorgniserregende Nachricht. Wie die Bild-Zeitung exklusiv berichtet, reiste der Verein ohne den österreichischen Nationalspieler Patrick Wimmer an. Der 24-jährige Flügelspieler fällt damit für das heutige Samstagsspiel endgültig aus.
Muskuläre Probleme verhindern Einsatz
Patrick Wimmer hatte in den vergangenen Tagen mit muskulären Beschwerden zu kämpfen und verpasste bereits das letzte Training. Wolfsburgs Trainer Daniel Bauer zeigte sich zunächst noch optimistisch, den talentierten Rechtsfuß zumindest in einer Jokerrolle einsetzen zu können. Diese Hoffnung zerschlug sich jedoch endgültig. Die medizinische Abteilung des Vereins riet dringend von einem Einsatz ab, da das Risiko einer schwerwiegenden Folgeverletzung als zu hoch eingestuft wurde.
„Das Risiko ist einfach zu groß“, erklärte ein Vereinsinsider gegenüber DeutschPost24. „Patrick ist für uns ein extrem wichtiger Spieler, aber wir müssen verantwortungsvoll mit der Gesundheit unserer Profis umgehen. Ein weiterer Ausfall wäre katastrophal.“
Schmerzhafter Verlust im Abstiegskampf
Der Ausfall von Wimmer trifft die Wölfe in einer äußerst sensiblen Phase. In der laufenden Saison zählt der Österreicher mit drei eigenen Toren und drei Torvorlagen zu den torgefährlichsten Akteuren im Wolfsburger Kader. Seine Dynamik und Dribbelstärke fehlen der Mannschaft nun genau dann, wenn sie dringend benötigt werden.
Die Verantwortlichen des VfL Wolfsburg haben sich bewusst für diese Vorsichtsmaßnahme entschieden. Hintergrund ist das kommende Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten FC Augsburg in der nächsten Woche. In diesem direkten Duell um den Klassenerhalt könnte Wimmer als potenzieller Unterschiedsspieler eine entscheidende Rolle spielen.
Bauer bleibt trotzdem zuversichtlich
Trotz dieser schlechten Nachricht und der klaren Außenseiterrolle gegen Leipzig zeigt sich Trainer Daniel Bauer kämpferisch. Der 43-jährige Coach betonte in seiner letzten Pressekonferenz vor dem Spiel: „Wir müssen jetzt versuchen, den Kopf auszuschalten. Das ist ein wichtiges Element im Abstiegskampf. Wir müssen das Herz auf den Platz bringen und alles, was negative Gefühle auslöst, beiseiteschieben.“
Bauer weiter: „Jeder Spieler weiß, was auf dem Spiel steht. Wir haben Qualität in der Mannschaft, auch ohne Patrick. Jetzt gilt es, geschlossen als Einheit aufzutreten und Leipzig zu überraschen.“
Chance trotz schwieriger Ausgangslage
Interessanterweise bietet sich für Wolfsburg trotz der schwierigen Bedingungen eine historische Gelegenheit. Durch die Ergebnisse der Samstagsspiele hat sich die Tabellensituation zugunsten der Niedersachsen entwickelt. Soweder Werder Bremen (0:3 gegen Bayern München) als auch der FC St. Pauli (0:4 bei Bayer Leverkusen) konnten keine Punkte gewinnen.
Dies bedeutet konkret:
- Wolfsburg könnte sich mit einem Punktgewinn in Leipzig von den direkten Abstiegsrängen entfernen
- Die psychologische Wirkung eines Erfolgs gegen den Tabellenführer wäre enorm
- Der Druck auf die direkten Konkurrenten würde deutlich steigen
Allerdings muss dieser Traum zunächst ohne Patrick Wimmer verwirklicht werden. Die Wolfsburger stehen vor einer ihrer größten Herausforderungen dieser Saison, während gleichzeitig die Hoffnung auf den Klassenerhalt weiter lebt.



