Zehn WM-Fakten: Von gestohlenem Pokal bis zum schnellsten Tor
Zehn WM-Fakten: Gestohlener Pokal, schnellstes Tor

Frankreich als Talentschmiede der Welt

Frankreich ist nicht nur selbst ein Titelanwärter bei der WM, sondern auch eine bedeutende Ausbildungsnation für Spieler anderer Nationalteams. Insgesamt 99 WM-Profis wurden in Frankreich geboren, aber nur 26 von ihnen stehen im Kader der "Équipe Tricolore". Die übrigen in Frankreich geborenen Spieler treten für Länder wie Marokko, Algerien, Senegal oder die Demokratische Republik Kongo an. Das zeigt die enge Verflechtung zwischen Frankreichs Nachwuchsarbeit und der internationalen Fußballbühne.

Der gestohlene Pokal und der Held Pickles

1966 verschwand die Jules-Rimet-Trophäe, der ursprüngliche WM-Pokal, spurlos aus einer Ausstellung in London. Die Polizei suchte tagelang vergeblich, bis der Hund Pickles die Trophäe zufällig unter einer Hecke entdeckte. Der Vierbeiner wurde daraufhin zum Nationalhelden und erhielt sogar eine Einladung zum Bankett des englischen Fußballverbands. Der Pokal wurde rechtzeitig zum Turnier wiederhergestellt und England gewann die WM im eigenen Land.

Brasiliens perfekte WM-Bilanz

Brasilien ist die einzige Nation, die an jeder Weltmeisterschaft seit 1930 teilgenommen hat. Die Seleção hält zudem die Rekorde für die meisten WM-Siege (fünf Titel) und die meisten erzielten Tore in der WM-Geschichte (insgesamt 237 Tore nach der WM 2022). Diese Beständigkeit und Dominanz machen Brasilien zur erfolgreichsten Fußballnation der Welt.

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Pelé: Weltmeister mit 17 Jahren

Pelé gewann 1958 mit nur 17 Jahren die Weltmeisterschaft und ist bis heute der jüngste Spieler, der jemals Weltmeister wurde. Zudem erzielte er im Finale gegen Schweden zwei Tore und ist der jüngste Torschütze in einem WM-Endspiel. Sein Rekord von drei gewonnenen WM-Titeln als Spieler (1958, 1962, 1970) ist bislang unerreicht und wird wohl auch in Zukunft Bestand haben.

Das schnellste WM-Tor

Der Türke Hakan Şükür erzielte bei der WM 2002 im Spiel um Platz drei gegen Südkorea das schnellste Tor der WM-Geschichte. Nach nur 10,8 Sekunden traf er zur frühen Führung – ein Rekord, der bis heute ungebrochen ist. Kein Spieler hat jemals schneller bei einer Weltmeisterschaft getroffen.

Ungeschlagen ausgeschieden: Neuseeland 2010

Neuseeland schaffte bei der WM 2010 in Südafrika etwas Einzigartiges: Die Mannschaft blieb in der Gruppenphase ungeschlagen mit drei Unentschieden gegen die Slowakei, Italien und Paraguay. Dennoch reichte es nicht für das Achtelfinale, und Neuseeland schied ohne Niederlage aus. Dies ist bis heute das einzige Team, dem das widerfahren ist.

Rekordkulisse im Maracanã

Das Endspiel der WM 1950 zwischen Brasilien und Uruguay verfolgten rund 174.000 Zuschauer im Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro. Dies ist bis heute die höchste Zuschauerzahl bei einem WM-Spiel. Brasilien verlor das Spiel mit 1:2, was als "Maracanazo" in die Geschichte einging. Die Niederlage war so traumatisch, dass Brasilien seine weißen Trikots ablegte und fortan die berühmten gelben Hemden mit blauen Hosen trug.

Der älteste WM-Torschütze

Roger Milla aus Kamerun erzielte 1994 im Alter von 42 Jahren und 39 Tagen ein Tor gegen Russland und ist damit der älteste Torschütze der WM-Geschichte. Der Stürmer war bereits 1990 als 38-Jähriger mit vier Toren einer der Stars des Turniers gewesen. Seinen Rekord hat bis heute niemand gebrochen, nicht einmal der als "Phänomen" bekannte Ronaldo.

Schnellster Platzverweis der WM-Geschichte

Uruguays José Batista erhielt 1986 im Spiel gegen Schottland bereits nach 56 Sekunden die Rote Karte. Dies ist der schnellste Platzverweis, der je bei einer Weltmeisterschaft ausgesprochen wurde. Batista hatte Schottlands Gordon Strachan gefoult, und der Schiedsrichter zögerte nicht lange, um die rote Karte zu zücken.

Pelés unerreichter Rekord

Pelé ist der einzige Spieler, der drei Weltmeisterschaften als Spieler gewonnen hat (1958, 1962, 1970). Dieser Rekord scheint unerreichbar, da moderne Spieler selten mehr als zwei Titel holen und die Konkurrenz immer stärker wird. Selbst Legenden wie Diego Maradona, Zinedine Zidane oder Lionel Messi (der 2022 seinen ersten Titel gewann) konnten diesen Rekord nicht einstellen. Pelés Leistung bleibt ein Meilenstein der Fußballgeschichte.

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