Zwanziger warnt vor Interessenkonflikt bei Klopp als Bundestrainer
Zwanziger warnt vor Klopp-Interessenkonflikt

Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger hat vor einer möglichen Verpflichtung von Jürgen Klopp als Bundestrainer gewarnt und eine strikte Trennung zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull angemahnt. In einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ äußerte der 81-Jährige deutliche Bedenken hinsichtlich möglicher Interessenkonflikte.

Zwanziger: „Red Bull will Macht gewinnen“

„Bundestrainer haben auch früher schon Geld verdient. Da gab es immer Refinanzierungen über DFB-Sponsoren. Aber es muss doch eine Harmonie der DFB-Sponsoren mit den Sponsoren des Bundestrainers bestehen“, sagte Zwanziger. Er erkenne an, dass Red Bull viel in den Sport investiere, betonte jedoch: „Aber Red Bull will Macht gewinnen in den Sport hinein. Durch eine Person mit der neben dem Präsidenten wichtigsten Funktion im deutschen Fußball, vielleicht sogar die allerwichtigste.“

Zwei Loyalitäten: DFB und Red Bull

Klopp hätte nach Ansicht Zwanzigers dann zwei Loyalitäten: „Einerseits will Red Bull mit ihm Geld verdienen, andererseits soll er als Bundestrainer die möglichst optimale Leistung für den deutschen Fußball erbringen.“ Sollte sich dies bewahrheiten, so Zwanziger weiter, wäre es ein „völliges No-Go“. Er könne noch nicht glauben, dass es dazu komme.

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Gespräche mit Klopp in New York

In den kommenden Tagen werden DFB-Boss Bernd Neuendorf und Ligapräsident Hans-Joachim Watzke in New York mit Klopp über dessen Engagement als Bundestrainer sprechen. Der 59-Jährige ist derzeit Head of Global Soccer bei Red Bull und vertraglich noch bis 2029 gebunden. Bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko ist er für MagentaTV als Experte tätig.

Derzeit wird gemutmaßt, dass der Erfolgscoach seinen Job bei Red Bull aufgibt, aber Markenrepräsentant des Getränkekonzerns bleibt. Eine Ablöse würde für den DFB nicht anfallen, das Gehalt zahlt künftig der Verband. Die Entscheidung über die Zukunft von Bundestrainer Julian Nagelsmann steht ebenfalls im Raum, da dessen Vertrag nach der WM 2026 ausläuft.

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