Grün-Weiß Schwerin behauptet zweiten Tabellenplatz nach Unentschieden
Die Handballerinnen von Grün-Weiß Schwerin haben ihren zweiten Platz in der 3. Liga Nord nach einem knappen 27:27 (14:14) beim VfL Oldenburg II erfolgreich verteidigt. Mit nun 18:10 Punkten bleiben sie hinter dem ungeschlagenen Spitzenreiter SV Todesfelde (30:0 Punkte) auf der Verfolgerposition. Das Duell gegen die Zweitvertretung des Bundesligisten entwickelte sich über die gesamte Spielzeit zu einem ausgeglichenen Schlagabtausch, bei dem keine Mannschaft entscheidend davonziehen konnte.
Technische Fehler verhindern klare Entscheidung
Das Spiel war geprägt von zahlreichen technischen Fehlern und verfehlten Würfen auf beiden Seiten, die einen durchschlagenden Lauf verhinderten. Trotzdem zeigte Grün-Weiß Schwerin Teamgeist und Moral, besonders in defensiv schwierigen Phasen. Josefine Jakobsen trug mit vier Treffern maßgeblich zum Punktgewinn bei – die Dänin hatte kürzlich ihren Vertrag bei den Schwerinerinnen verlängert.
Sportdirektor Steffen Franke äußerte sich erfreut über die Vertragsverlängerung: „Ich bin sehr glücklich, dass ‚Jose‘ bleibt. Sie hat ein enormes Potenzial, das wir sicherlich noch häufiger nutzen müssen. Hierbei ist auch Trainer Hannes Prothmann gefragt.“ Jakobsen arbeitet neben ihrer sportlichen Karriere als Physiotherapeutin in der Landeshauptstadt.
Vier Nationalmannschaftsnominationen für Schweriner Spielerinnen
Ein besonderer Erfolg für den Verein sind vier Einladungen von Spielerinnen in ihre jeweiligen Nationalteams. Tamina Kugler wurde für einen Lehrgang der deutschen U18-Nationalmannschaft in Portugal nominiert. Jette Lojewski und Nora Lange stehen für denselben Lehrgang auf der Reserveliste. Torhüterin Alexandra Ivanytsia ist als Reserve für das slowakische Nationalteam berufen worden.
Trainer Johannes Prothmann analysierte das Spiel in Oldenburg: „Das war eine Achterbahnfahrt mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. Obwohl wir nicht zu 100 Prozent in unser Abwehrspiel kamen, haben wir als Team Moral bewiesen. Das gilt es jetzt in die nächsten Spiele mitzunehmen.“
Heimspiel gegen Schlusslicht Henstedt-Ulzburg
Am Samstag empfängt Grün-Weiß Schwerin in der Sporthalle Reiferbahn ab 19 Uhr das Tabellenschlusslicht SV Henstedt-Ulzburg. Prothmann betonte die Herausforderung: „Henstedt steht mitten im Abstiegskampf und braucht unbedingt Punkte. Wir wollen über die 60 Minuten unser Spiel machen und die Punkte mit der Unterstützung unserer Fans in Schwerin behalten.“ Mit einem Heimsieg soll der zweite Platz weiter gefestigt werden.
Die Aufstellung von Grün-Weiß Schwerin im Spiel gegen Oldenburg: Zoe Lorisch, Ivanytsia – Wichmann, Dreßler, Kugler (1 Tor), Ava Lorisch (3), Hanna Schulz (1), Katharina Böhmker (4/4), Jantzen, Schwarz (8), Zufelde, Jakobsen (4), Schmitz, Rappitsch (1), Kretschmer (5).



