Elias Kofler (25) ist offiziell zum neuen Kapitän des HSV Hamburg ernannt worden. Bereits im Trainingslager auf Fuerteventura gab der Österreicher einen ersten Ausblick auf seine Führungsrolle. Trainer Torsten Jansen hatte ihm die Entscheidung schon vor Wochen mitgeteilt, sodass Kofler den gesamten Sommer über Bescheid wusste und sich vorbereiten konnte.
Kofler über seine Ernennung: Überrascht und stolz
„Er hat nach der letzten Saison mit mir darüber gesprochen“, verrät Kofler im Gespräch mit BILD. „Deshalb wusste ich schon den ganzen Sommer, was auf mich zukommt. Da konnte ich auch schon die Neuen bei uns in der Mannschaft willkommen heißen und mich darauf vorbereiten. Deshalb war es keine Überraschung.“ Trotzdem zeigte sich der Rückraumspieler, dessen Vertrag bis 2030 läuft, überwältigt vom Vertrauen des Vereins. „Als Toto gesagt hat, dass er mich als Kapitän möchte, war ich natürlich ein wenig überrascht, weil ich noch nicht so lange hier bin. Aber ich habe hier schon viel Verantwortung übernommen, was die Mannschaft angeht. Ich habe mich sehr, sehr gefreut und bin wirklich mega happy, dass sie mir so viel Vertrauen entgegenbringen. Das macht mich auch ein kleines bisschen stolz.“
Führungscrew und Kapitäns-Credo
Kofler wird in der kommenden Spielzeit von Moritz Sauter (23) und Torwart Robin Haug (27) als stellvertretende Kapitäne unterstützt. Für Trainer Jansen ist die Wahl klar: „Elias ist ein Vorbild an Einsatz.“ Kofler selbst kennt die Rolle bereits aus seiner Zeit beim VfL Potsdam, wo er ebenfalls Kapitän war. Sein Credo ist einfach: „Du kannst nichts von den Jungs verlangen, was du nicht selbst machst. Du musst immer vorangehen, auch was Einstellung und Disziplin angeht.“ Neben dem Spielfeld übernimmt er vor allem organisatorische Aufgaben und ist erster Ansprechpartner für Sportdirektor Jogi Bitter und den Verein.
Training auf Fuerteventura und Kabinenfest
Derzeit schwitzt der HSV im Playitas Resort auf Fuerteventura. Bei rund 30 Grad stehen bis zum 2. August mehrere Einheiten täglich auf dem Programm – darunter auch Wettkampf-Schwimmen am frühen Morgen. „Ich glaube, ich gehöre schon zu den Besseren“, sagt Kofler mit einem Lächeln und fügt hinzu: „Jan Schmidt (21) kann ganz froh sein, dass er das heute überlebt hat. Dass er nicht untergegangen ist.“ Eine erste Pflicht als Kapitän hat er bereits fest im Blick: „Ich werde auf jeden Fall ein kleines Kabinenfest ausrichten. Ich glaube, das gehört sich, wenn solche Sachen passieren.“
Optimismus für die neue Saison
Nach dem Umbruch im Sommer blickt Kofler optimistisch auf die anstehende Spielzeit. „Wir müssen einfach schauen, dass wir uns so schnell wie möglich gut zusammenfinden. Ich glaube, wir haben sehr viele talentierte, gute Jungs geholt.“ Das erste Ziel formuliert der neue HSV-Anführer klar: „Unser erstes Ziel muss sein, uns von den unteren Plätzen wegzuhalten. Dann schauen wir, was nach oben geht. Aber ich bin zuversichtlich, was die neue Saison angeht.“



