SC DHfK Leipzig erkämpft wertvolles Remis im Abstiegskampf der Handball-Bundesliga
Im spannenden Kellerduell der Handball-Bundesliga hat der SC DHfK Leipzig am Freitagabend bei der HSG Wetzlar ein 26:26 (17:16) erreicht. Die Leipziger Handballer verpassten damit zwar den ersehnten Befreiungsschlag im Abstiegskampf, konnten aber immerhin einen wichtigen Punkt mitnehmen. Vor 4.330 Zuschauern in der Wetzlarer Rittal Arena zeigte sich das Team von Trainer Frank Carstens lange Zeit überlegen, konnte sich jedoch nicht entscheidend absetzen.
Torwart Ebner als entscheidender Rückhalt
Der überragende Mann des Abends war eindeutig Leipziger Torwart Domenico Ebner. Mit insgesamt 16 Paraden verhinderte er immer wieder gefährliche Angriffe der Gastgeber und hatte maßgeblichen Anteil am schlussendlichen Remis. „Ohne seine herausragenden Leistungen im Tor hätten wir heute deutlich schlechter dastehen können“, analysierte Trainer Carstens nach dem Spiel.
In der Offensive glänzte Nationalspieler Franz Semper als bester Werfer der Leipziger mit sechs Treffern. Die Mannschaft zeigte besonders in der ersten Halbzeit ein schnelles und effektives Umschaltspiel, das sie nach zehn Minuten mit 9:7 in Führung brachte.
Verlauf mit Höhen und Tiefen
Das Spiel begann von beiden Seiten ohne jedes Abtasten. Beide Teams suchten sofort die offensive Lösung, was zu einem temporeichen und torreichen Beginn führte. Nach der frühen Führung der Gäste wurde die Partie jedoch deutlich hektischer und fehleranfälliger.
Ein entscheidender Moment ereignete sich in der 20. Spielminute, als die Gastgeber eine Rote Karte für ihren Toptorjäger Philipp Ahouansou hinnehmen mussten. Trotz dieser personellen Unterzahl gelang es Wetzlar, bis zur Halbzeitpause den Anschluss zu halten.
Nach dem Seitenwechsel setzten sich die Leipziger zunächst auf 22:19 (43. Minute) ab und schienen auf dem Weg zum Auswärtssieg. Doch dann kam die Offensive der Gäste fast vollständig zum Erliegen. Nur die herausragenden Paraden von Torwart Ebner verhinderten, dass Wetzlar die Partie drehen konnte.
Letzte Chance verpufft
In der Schlussphase hatte Leipzig noch eine goldene Gelegenheit zum Sieg. Mit dem letzten Angriff des Spiels blieb jedoch William Bogojevic mit seinem Wurf im Block hängen, sodass es beim Unentschieden blieb. „Wir sind mit dem Punkt zufrieden, aber natürlich ärgert es uns, dass wir die Führung nicht über die Zeit gebracht haben“, kommentierte Semper die verpasste Chance.
Tabellensituation nach dem Kellerduell
Mit dem erreichten Punkt verbessert sich der SC DHfK Leipzig auf 8:34 Punkte in der Bundesliga-Tabelle. Die vom ehemaligen Leipziger Runar Sigtryggsson trainierten Wetzlarer bleiben mit 8:36 Punkten weiterhin Tabellenletzter. Beide Mannschaften bleiben damit tief im Abstiegskampf der Handball-Bundesliga stecken.
Das Remis zeigt sowohl die Stärken als auch die Schwächen der Leipziger in dieser Saison. Während die Defensive mit Torwart Ebner eine echte Stütze darstellt, fehlt es in entscheidenden Momenten oft an der nötigen Konsequenz in der Offensive. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob der SC DHfK Leipzig aus diesem Ergebnis die richtigen Schlüsse ziehen kann.



