Zverev schreibt Tennisgeschichte
Alexander Zverev hat am Freitag als erster deutscher Tennisspieler seit 1995 das Männer-Finale von Wimbledon erreicht. Der 29-Jährige besiegte im Halbfinale den Publikumsliebling Arthur Fery aus Großbritannien mit 6:4, 7:6 (7:5), 6:3. Damit steht Zverev zum ersten Mal in seiner Karriere im Endspiel des traditionsreichen Rasenturniers in London.
Dominanter Auftritt des Aufschlagriesen
Vor rund 15.000 Zuschauern auf dem Centre Court zeigte Zverev eine souveräne Leistung. Mit starken Aufschlägen und präzisen Grundlinienschlägen ließ er dem jungen Briten wenig Chancen. „Ich habe mich auf Rasen noch nie so wohlgefühlt wie in diesem Jahr“, sagte Zverev nach dem Match. „Die Arbeit mit meinem Team hat sich ausgezahlt.“ Fery, der als Überraschungsgast ins Halbfinale eingezogen war, kämpfte tapfer, musste sich aber letztlich der Erfahrung des Deutschen geschlagen geben.
Historischer Erfolg für deutsches Tennis
Der letzte deutsche Finalist in Wimbledon war Michael Stich, der 1995 den Titel holte. Zverev könnte nun als erster deutscher Spieler seit Stich den Rasenklassiker gewinnen. Im Finale trifft er auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen Novak Đoković und Carlos Alcaraz. „Es ist ein Traum, hier im Finale zu stehen. Ich werde alles geben“, so Zverev.
Fery enttäuscht trotz Niederlage
Arthur Fery, der mit wild card ins Hauptfeld gekommen war, zeigte sich trotz der Niederlage zufrieden. „Es war eine unglaubliche Reise. Alexander war heute einfach zu stark. Ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe“, sagte der 22-Jährige. Das Finale findet am Sonntag statt.



