Ultra-Läufer Saatçi: 606 km durch die Wüste – Empfang im Roten Rathaus
Ultra-Läufer Saatçi: 606 km Wüstenlauf – Empfang im Roten Rathaus

Knapp zweieinhalb Monate nach seinem Rekordlauf vom Death Valley ins Rote Rathaus wurde der Ultra-Läufer Arda Saatçi am Montag von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) empfangen. Der 28-Jährige trug sich in das Gästebuch des Landes Berlin ein. Wegner würdigte die Leistung als „kaum zu begreifen“ und nannte Saatçi einen Botschafter für Berlin und den Sport.

Die historische Ultra 600 Challenge

Im Mai lief Saatçi 606 Kilometer vom Badwater Basin im Death Valley zum Santa Monica Pier in Los Angeles. 123 Stunden, 21 Minuten und 10 Sekunden war er unterwegs. Hunderttausende verfolgten seinen Livestream. Bei der Ankunft jubelten ihm Fans zu. „Ich fühle mich sehr geehrt, als Berliner Junge, der hier geboren und aufgewachsen ist, mich ins Buch eintragen zu dürfen“, sagte Saatçi. Er sei stolzer Berliner und wolle „die Fahne weltweit hochhalten“.

Gesundheitliche Folgen und Regeneration

Auf die Frage nach bleibenden Schäden antwortete Saatçi: „Ich hatte ein paar Wehwehchen am Fuß, der war angeschwollen, und eine Entzündung am Knie und an der Hüfte, aber die haben sich Gott sei Dank gut gelegt, also nichts Langwieriges.“ Er komme nach und nach wieder ins Training und bereite sich bereits auf die nächste Herausforderung vor. Die Verarbeitung des Hypes falle ihm schwer – er versuche, die Aufmerksamkeit zu genießen und Positives weiterzugeben.

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Trainingsalltag und nächste Pläne

Saatçi absolviert zwei bis drei Einheiten pro Tag. Er geht spätestens zwischen 21 und 22 Uhr schlafen und achtet auf sieben bis acht Stunden Schlaf. „Ich sage immer, wenn du wie ein Formel-1-Auto performen willst, musst du auch Super Plus tanken“, sagte er grinsend. Eine konkrete nächste Challenge kündigte er noch nicht an, deutete aber an, dass die Vorbereitung schon laufe.

Hype und Social-Media-Erfolg

Knapp drei Millionen Menschen folgen Saatçi auf Instagram. Auch am Montag versammelten sich Schüler vor dem Roten Rathaus, die ihn während ihrer Klassenfahrt erkannten und ein Foto wollten. „Es ehrt mich natürlich sehr, dass das so einen Anklang findet. Ich versuche, jedem herzlich zu begegnen, der mich anspricht oder ein Foto will“, sagte der 28-Jährige. Der Hype um den Extremsportler scheint ungebrochen.

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