French-Open-Sieger Alexander Zverev hat sich mit einer überzeugenden Leistung in die dritte Runde von Wimbledon gespielt. Der 29-Jährige besiegte den Franzosen Valentin Royer mit 6:1, 6:3, 7:6 (7:3) und benötigte dafür 2 Stunden und 2 Minuten. Nach dem Match zeigte sich Zverev zufrieden: „Für zweieinhalb Sätze habe ich beinahe ein perfektes Match gespielt. Dann habe ich ein bisschen die Konzentration verloren. Ich bin froh, dass ich nicht noch einen Satz spielen musste.“
Dominanz in den ersten beiden Sätzen
Zverev startete hellwach und dominierte die Partie von Beginn an. Nach einem frühen 0:1-Rückstand gewann der Deutsche neun Spiele in Serie und entschied den ersten Satz mit 6:1 für sich. Im zweiten Satz setzte er seine Dominanz fort, nahm Royer den Aufschlag zum 2:0 ab und gewann auch diesen Durchgang klar mit 6:3. „Für mich war es wichtig, Energie zu sparen“, erklärte Zverev. „Ich bin in einem Alter, wo man aufpassen muss. Das ist auch gut für das Selbstvertrauen.“
Kurze Schwächephase im dritten Satz
Im dritten Satz leistete sich Zverev eine kurze Schwächephase. Aus einer 4:2-Führung wurde ein 4:5, doch der Hamburger fing sich rechtzeitig wieder und erzwang den Tiebreak. Diesen gewann er souverän mit 7:3. Royer, der Weltranglisten-75., war kein Gradmesser für die Form von Zverev. Der Franzose hatte zwar bei den French Open Novak Djokovic einen Satz abgenommen, konnte aber auf Court 1 des All England Clubs gegen den an Position zwei gesetzten Zverev nicht mithalten.
Struff gewinnt Tiebreak-Krimi
Zuvor hatte Jan-Lennard Struff die dritte Runde erreicht. Der Warsteiner besiegte den US-Amerikaner Brandon Nakashima in einem Fünf-Satz-Krimi mit 4:6, 7:6 (8:6), 7:6 (7:5), 6:7 (6:8), 7:6 (10:7). Die Partie war am Vortag abgebrochen worden und wurde beim Stand von 2:2 Sätzen fortgesetzt. Struff schlug 45 Asse und ließ sich von 41 Assen seines Gegners nicht beeindrucken. Damit stellte er sein bestes Wimbledon-Resultat ein.
Ausblick auf die nächste Runde
Zverev trifft am Samstag auf den US-Amerikaner Marcos Giron. Struff fordert bereits am Freitag den russischen Top-Ten-Spieler Daniil Medwedew heraus. „Ich habe noch keine starken Ergebnisse hier in Wimbledon gehabt“, sagte Zverev. „Aber wenn ich so spiele, denke ich, dass dies dieses Jahr passieren kann.“



