Olympia-Enttäuschung: Deutsche Kombinierer verpassen erneut Medaillen
Deutsche Kombinierer verpassen Olympia-Medaille erneut

Olympia-Enttäuschung: Deutsche Kombinierer verpassen erneut Medaillen

Bei den Olympischen Winterspielen in Italien steuern die deutschen Nordischen Kombinierer auf ein ernüchterndes Ergebnis zu. Auch im zweiten Wettkampf der Spiele gelang es dem Team von Bundestrainer Eric Frenzel nicht, eine Medaille zu gewinnen. Die Enttäuschung ist groß, nachdem bereits im ersten Wettbewerb das Podest verfehlt wurde.

Entscheidendes Skilanglaufrennen bringt keine Wende

Vinzenz Geiger belegte als bester Deutscher im Einzelwettkampf von der Großschanze mit dem anschließenden Skilanglaufrennen über zehn Kilometer lediglich den neunten Platz. Die Goldmedaille sicherte sich wie schon im Normalschanzen-Wettbewerb der Norweger Jens Luraas Oftebro. Silber ging erneut an den Österreicher Johannes Lamparter, während Bronze an Ilkka Herola aus Finnland vergeben wurde.

Als zweitbester Deutscher lief Johannes Rydzek in Tesero bei seinen wahrscheinlich letzten Olympischen Winterspielen auf Rang zehn. Julian Schmid kam auf Platz zwölf. Die Rückstände waren erheblich: Auf den Sieger hatten Geiger und Rydzek jeweils mehr als anderthalb Minuten Rückstand, Schmid fehlten sogar knapp zweieinhalb Minuten.

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Skispringen verhagelt Medaillenchancen

Bereits nach dem Skispringen am Vormittag in Predazzo waren die deutschen Medaillenchancen auf ein Minimum gesunken. Rydzek lag vor dem Langlaufrennen mit einem Rückstand von 1:23 Minuten auf den führenden Ryota Yamamoto aus Japan auf Rang 15. Schmid hatte 1:35 Minuten, Geiger sogar 1:43 Minuten Rückstand auf die Spitze.

„Ein Witz“, hatte Geiger nach seiner Landung verärgert ausgerufen. Damit meinte er sowohl seinen Sprung als auch die Bedingungen auf der Großschanze. „Ich war frustriert. Da kommt so etwas raus“, sagte der 28-Jährige. „Ich bin zwar ein positiver Mensch, aber die Medaillenplätze sind vergeben.“

Schmid versteckte seinen Ärger ebenfalls nicht. „Es war grottenschlecht. Das kann man ganz klar so sagen“, sagte der 26-Jährige. Die Enttäuschung war den Athleten deutlich anzumerken.

Letzte Chance im Teamsprint

Eine Chance haben die Deutschen noch, nicht komplett ohne Edelmetall von den Winterspielen abzureisen. Am Donnerstag steht der Teamsprint auf dem Programm. Ein Winterspiele ohne Medaille für die Kombinierer gab es zuletzt 1998 im japanischen Nagano.

Die deutsche Mannschaft muss nun alles geben, um diese negative Serie zu durchbrechen. Die Erwartungen waren hoch, doch bisher konnten die Athleten diesen nicht gerecht werden. Der Druck im letzten Wettkampf wird entsprechend groß sein.

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