LA 2028: Bürgermeisterin fordert Rücktritt von Olympia-OK-Chef nach Epstein-Verbindungen
LA 2028: Bürgermeisterin fordert Rücktritt von OK-Chef

Bürgermeisterin von Los Angeles fordert Ablösung des Olympia-Chefs

Die politischen Turbulenzen um die Vorbereitungen für die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles nehmen deutlich an Schärfe zu. Karen Bass, die amtierende Bürgermeisterin der kalifornischen Metropole, hat am Montag öffentlich den Rücktritt von Casey Wasserman gefordert, der als Vorsitzender des Organisationskomitees für die Spiele fungiert.

Epstein-Verbindungen belasten Wassermans Position

Der Druck auf den einflussreichen Unternehmer ist in den vergangenen Wochen kontinuierlich gestiegen, nachdem seine Verbindungen zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein erneut ins öffentliche Interesse gerückt sind. Besonders pikant sind dabei E-Mails, die Wasserman bereits im Jahr 2003 an Ghislaine Maxwell geschickt hatte, die als Komplizin Epsteins verurteilt wurde.

Diese Korrespondenz wurde im Rahmen einer weiteren Veröffentlichung von Akten im Epstein-Fall bekannt und sorgt seitdem für erhebliche politische Diskussionen. Wasserman hatte Ende Januar in einer offiziellen Stellungnahme um Entschuldigung gebeten und betont, „niemals eine persönliche oder geschäftliche Beziehung zu Jeffrey Epstein gehabt“ zu haben.

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Unterstützung durch Olympia-Gremien und Widerstand aus der Politik

Während sich sowohl das Exekutivkomitee der kommenden Sommerspiele als auch das Nationale Olympische Komitee der USA hinter den 51-jährigen Unternehmer stellen, formiert sich in der Lokalpolitik von Los Angeles zunehmend Widerstand. Zahlreiche lokale Politiker hatten bereits in den vergangenen Tagen Wassermans Rücktritt oder zumindest seine Abberufung aus der verantwortlichen Position gefordert.

Bürgermeisterin Bass äußerte sich bei CNN deutlich kritisch zu der anhaltenden Unterstützung durch das Olympia-Gremium und bezeichnete diese Haltung als „bedauerlich“. Sie erklärte unmissverständlich: „Meiner Meinung nach sollte er zurücktreten.“ Diese klare Positionierung der Stadtspitze erhöht den politischen Druck auf Wasserman erheblich.

Hintergrund: Die Epstein-Affäre und ihre Auswirkungen

Jeffrey Epstein, der im Jahr 2019 unter umstrittenen Umständen im Gefängnis starb, war wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger verurteilt worden. Seine Komplizin Ghislaine Maxwell wurde 2022 wegen Sexhandels mit Minderjährigen und weiterer Vergehen zu einer Haftstrafe von zwanzig Jahren verurteilt. Die Britin hatte über Jahre hinweg minderjährige Mädchen und junge Frauen für den sexuellen Missbrauch durch Epstein rekrutiert.

Die erneute Veröffentlichung von Dokumenten in diesem Fall hat nun unmittelbare Auswirkungen auf die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Die Frage, ob Casey Wasserman trotz der aufgeworfenen Fragen weiterhin als Gesicht der Spiele fungieren kann, wird in den kommenden Tagen und Wochen entscheidend sein für die öffentliche Wahrnehmung des Großereignisses.

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