Nach Silber-Enttäuschung: Laura Nolte peilt mit Deborah Levi Gold im Zweierbob an
Nolte will nach Silbertränen Olympia-Gold im Zweierbob

Nach Silbertränen: Laura Nolte will mit Deborah Levi Olympia-Gold im Zweierbob holen

Bei der Siegerehrung kämpfte Laura Nolte sichtlich mit den Tränen der Enttäuschung. Nur vier Hundertstelsekunden fehlten der deutschen Bobpilotin zum ersehnten Olympia-Gold im Monobob. Jetzt richtet sie ihren Fokus voll und ganz auf den Zweierbob, wo sie mit ihrer langjährigen Anschieberin Deborah Levi alles auf den Sieg setzt.

Freundschaft und Teamgeist als Antrieb nach dem Silber-Drama

Nach dem Millimeter-Krimi ohne Happy End im Monobob will sich Laura Nolte nun im Zweierbob ihr zweites Olympia-Gold sichern. Mit Deborah Levi, mit der sie bereits vor vier Jahren in Peking Olympiasiegerin wurde, gilt das Duo als klare Topfavoritin. „Debbie hat mir gesagt, dass sie superstolz auf mich ist und wir das Ding jetzt im Zweier rocken. Das gibt mir ein Supergefühl“, erklärte Nolte einen Tag nach der Silbermedaille bei einer Pressekonferenz.

Die 27-Jährige war am Montagabend als Führende in den vierten und entscheidenden Lauf gegangen, musste sich dann aber knapp der amerikanischen Konkurrentin Elana Meyers Taylor geschlagen geben. Deborah Levi hatte im Ziel bereits auf ihre Freundin gewartet und sie tröstend in die Arme genommen. „Es ist schön, bei solch emotionalen Momenten eine Freundin und Teampartnerin dabei zu haben“, betonte Nolte die Bedeutung dieser Unterstützung.

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Vom Schmerz zum Stolz: Die emotionale Achterbahnfahrt

Mit etwas Abstand kann Laura Nolte mittlerweile auch ihre zweite olympische Medaille genießen, nachdem bei der offiziellen Siegerehrung noch viele Tränen der Enttäuschung geflossen waren. Aufgefangen wurde sie anschließend durch den herzlichen Empfang im deutschen Haus, wo Familie, Freunde und Teammitglieder sie feierten. „Das war dann meine Siegerehrung. Sie haben mir gesagt, dass sie alle stolz auf mich sind und so kann ich es jetzt auch sehen“, schilderte die Weltcup-Gesamtsiegerin ihre Gefühlswandlung.

Direkt nach dem Rennen hatte Nolte noch von „verlorenem Gold“ gesprochen. Doch nun blickt sie nach vorn: An diesem Freitag und Samstag will sie nach vier Läufen im Zweierbob ganz oben auf dem Podest stehen und wie bereits in Peking mit ihrer starken Anschieberin Deborah Levi jubeln. „Sie vertraut mir, ich vertraue ihr. Deswegen sind wir auch oft unschlagbar“, beschrieb Nolte das erfolgreiche Zusammenspiel.

Die starke Konkurrenz und die besondere Dynamik im Zweierbob

Im Zweierbob legt Laura Nolte mit dem Kraftpaket Deborah Levi regelmäßig die Startbestzeiten hin. Dass ihr im Monobob ausgerechnet zwei Athletinnen im Alter von 40 und 41 Jahren das Leben so schwer machten, hatte sie nicht erwartet. „Ja, echt krass, was Elana jetzt auch am Start nochmal gemacht hat, das ist auch sehr überraschend. Es gab kein einziges Weltcuprennen, in dem sie schneller war am Start als ich“, analysierte Nolte die Leistung der Olympiasiegerin.

Elana Meyers Taylor ist bei ihren fünften Winterspielen nach drei Silber- und zwei Bronzemedaillen endlich am Ziel ihrer Träume angekommen. Laura Nolte freute sich dennoch für ihre Konkurrentin: „Sie ist wirklich ein sehr netter Mensch, eine klasse Sportlerin und sie jagt ja auch schon lange das Gold. Aber dann hätten wir es ja auch zeitgleich machen können“, scherzte die Deutsche mit einem Augenzwinkern.

Die Bronzemedaille ging acht Hundertstel hinter Nolte an die 40-jährige dreimalige Olympiasiegerin Kaillie Armbruster Humphries aus den USA. Am zweiten Wettkampftag kam auch die deutsche Bobpilotin Lisa Buckwitz besser zurecht und zeigte eine deutliche Leistungssteigerung.

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