Paralympics: Sechs russische Athleten kehren unter eigener Flagge zurück
Sechs Russen bei Paralympics unter eigener Flagge

Russische Rückkehr bei den Paralympischen Winterspielen

Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hat bestätigt, dass sechs Athletinnen und Athleten aus Russland an den Paralympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo teilnehmen werden. Diese Rückkehr auf die große Sportbühne erfolgt unter der eigenen Flagge Russlands, nachdem das IPC die Suspendierung des Landes Ende September vergangenen Jahres überraschend aufgehoben hatte.

Verteilung der Startplätze und bekannte Teilnehmer

Das Nationale Paralympische Komitee Russlands (RPC) erhielt sechs sogenannte Bipartite-Plätze als Wildcards für die Spiele, die vom 6. bis 15. März stattfinden. Die Quotenplätze verteilen sich auf die Sportarten Ski alpin, Skilanglauf und Snowboard, die vom Ski- und Snowboard-Weltverband FIS organisiert werden. Konkret bedeutet dies: Jeweils ein Mann und eine Frau aus Russland dürfen in den alpinen Wettbewerben sowie im Langlauf starten, während zwei Russen Plätze in der Snowboard-Konkurrenz erhalten.

Unter den Teilnehmern befindet sich der dreimalige Paralympics-Goldmedaillengewinner Alexej Bugaew, der im Ski alpin antreten wird. Das RPC hat die Namen der Sportler bereits bekannt gegeben, womit die Rückkehr der russischen Mannschaft nach langer Abwesenheit konkret wird.

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Weitere Entwicklungen und internationale Reaktionen

Neben Russland erhielt auch Belarus insgesamt vier Startplätze für die Paralympischen Winterspiele. Athletinnen und Athleten aus beiden Nationen waren bereits Anfang des Jahres in die Weltcups zurückgekehrt, nachdem der Internationale Sportgerichtshof (CAS) im Dezember Klagen aus Russland und Belarus gegen die FIS teilweise stattgegeben hatte. Diese Entscheidung ermöglichte es den Sportlern, wieder Ranglistenpunkte zu sammeln und sich für internationale Wettbewerbe zu qualifizieren.

Der Deutsche Behindertensportverband hatte daraufhin scharfe Kritik an der Wiederzulassung geübt und die sportpolitische Entscheidung hinterfragt. Russland und Belarus waren seit den Winterspielen 2022 in Peking von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen gewesen. Bei den Olympischen Spielen in Italien nehmen derzeit Russen und Belarussen nur als neutrale Athleten teil, während sie bei den Paralympics nun wieder unter ihrer nationalen Flagge antreten dürfen.

Diese Entwicklung markiert einen bedeutenden Wendepunkt im internationalen Behindertensport und wirft Fragen zur Zukunft der Sportpolitik in konfliktreichen Zeiten auf. Die Entscheidung des IPC wird von verschiedenen Seiten unterschiedlich bewertet, während die Athleten sich auf ihre Rückkehr auf die weltweite Sportbühne vorbereiten.

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