Snooker-WM: Ikone O'Sullivan scheitert dramatisch
Die Snooker-Weltmeisterschaft 2026 in Sheffield bietet weiterhin packende Duelle und große Überraschungen. Am Montagabend musste sich die lebende Legende Ronnie O'Sullivan im Achtelfinale dem Schotten John Higgins geschlagen geben. Nach einem epischen Match mit zahlreichen Wendungen unterlag der 50-jährige Engländer mit 12:13 im entscheidenden Frame.
O'Sullivan, der bereits mit 6:2 und 9:4 in Führung gelegen hatte, verpasste damit die Chance auf seinen achten WM-Titel. Gegenüber der BBC zeigte er sich fair: „John hat hervorragend gespielt und den Sieg verdient. Wenn er so weitermacht, hat er gute Chancen auf den Titel.“ Der siebenmalige Weltmeister räumte ein, dass der Druck groß war: „Ich habe in letzter Zeit nicht oft solche engen Matches gespielt. Das hat mich verkrampfen lassen.“
Iraner Vafaei sorgt für Sensation
Für noch mehr Aufsehen sorgte der Iraner Hossein Vafaei, der den Weltranglistenersten Judd Trump ebenfalls mit 13:12 besiegte. Für den 31-Jährigen ist es ein Triumph unter schwierigen persönlichen Umständen. „Es ist sehr schwer, derzeit Iraner zu sein. Man trägt zehn Menschen auf den Schultern“, erklärte Vafaei vor dem Match. Nun trifft er im Viertelfinale auf den Chinesen Wu Yize, der zuvor Mark Selby mit 13:11 ausschaltete.
Damit sind mit O'Sullivan, Trump und Selby drei Top-Favoriten ausgeschieden. Titelverteidiger Zhao Xintong steht ebenfalls im Viertelfinale und trifft dort auf Shaun Murphy. Die Spannung in Sheffield bleibt bis zum Schluss erhalten.



