Zverev scheitert erneut an Sinner - Halbfinal-Aus in Indian Wells trotz neuem Spielstil
Zverev erneut an Sinner gescheitert - Halbfinal-Aus in Indian Wells

Zverev erneut chancenlos gegen Sinner - Halbfinal-Niederlage in Indian Wells

Mit gesenktem Kopf verließ Alexander Zverev das Center Court in Indian Wells, nachdem er zum sechsten Mal in Folge gegen seinen Angstgegner Jannik Sinner unterlegen war. Der deutsche Tennisprofi verlor das Halbfinale des prestigeträchtigen Masters-Turniers mit 2:6 und 4:6 und zeigte sich insbesondere im ersten Satz beim Aufschlag auffällig schwach.

Sechste Niederlage in Serie gegen den Südtiroler

Seit seinem letzten Sieg gegen Sinner im Achtelfinale der US Open 2023 hat Zverev keine Möglichkeit gefunden, die Dominanz des Italieners zu brechen. „Er hat versucht, aggressiver zu spielen. Er hat nicht sein bestes Tennis gespielt“, analysierte Sinner nach dem Match, mit dem er erstmals ins Finale des US-Masters in der kalifornischen Wüste einzog.

Der Weltranglisten-Vierte hatte zuvor angekündigt, mit einer offensiveren und variableren Spielweise seine Chancen auf einen Grand-Slam-Titel zu verbessern. Im Turnierverlauf von Indian Wells zeigte sich dieser Ansatz zunächst erfolgreich, doch gegen die absolute Weltspitze reichte es erneut nicht aus.

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Medwedew überrascht gegen Alcaraz

Im Finale kommt es überraschenderweise nicht zum erwarteten Duell zwischen Sinner und Weltranglistenerstem Carlos Alcaraz. Der Spanier unterlag dem Russen Daniil Medwedew mit 3:6 und 6:7 (3:7). Medwedews Anreise nach Indian Wells hatte vor Turnierbeginn für Aufsehen gesorgt: Wegen der Eskalation im Nahen Osten und eines Flugverbots in Dubai saß der US-Open-Sieger von 2021 zunächst fest und musste über Umwege anreisen.

Zverev nun in elitärem Kreis

Trotz der enttäuschenden Niederlage markiert der Halbfinaleinzug in Indian Wells einen bedeutenden Meilenstein in Zverevs Karriere. Der gebürtige Hamburger gehört nun einem exklusiven Kreis von Spielern an, die bei allen neun Masters-Turnieren mindestens im Halbfinale standen. Vor ihm gelang dies nur den Grand-Slam-Legenden Novak Djokovic, Rafael Nadal, Roger Federer und Andy Murray.

Neuer Spielstil noch nicht ausgereift

Zverevs aggressive Neuausrichtung zeigte gegen die Topstars der Szene noch Schwächen. Während er gegen Spieler wie den Amerikaner Frances Tiafoe oder Arthur Fils aus Frankreich auch mit einer passiveren Spielweise bestehen kann, muss er in den entscheidenden Duelle gegen Konkurrenten wie Sinner und Alcaraz mutiger auftreten.

Nun zieht der Tennis-Tross weiter nach Miami, wo am Mittwoch der zweite Teil des sogenannten Sunshine Double beginnt. Das Turnier in Florida konnte Zverev in seiner Karriere ebenfalls noch nie gewinnen. Mit einem Preisgeld von 9,4 Millionen US-Dollar (rund 8,1 Millionen Euro) gehört Indian Wells zu den bestdotierten Hartplatzturnieren der Welt.

Für Zverev bleibt die Arbeit an seinem neuen Spielstil die zentrale Aufgabe. Der erstmalige Halbfinaleinzug in Indian Wells sollte dennoch als Motivation dienen, zeigt er doch, dass der Deutsche zur absoluten Weltspitze gehört – auch wenn gegen die allerbesten Spieler derzeit noch die entscheidenden Schläge fehlen.

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