Zverevs erneute Niederlage gegen Sinner – Deutscher Tennisstar bleibt chancenlos
Mit gesenktem Kopf verließ Alexander Zverev das Center Court in Indian Wells, nachdem er im Halbfinale des prestigeträchtigen Masters-Turniers erneut an Jannik Sinner gescheitert war. Der deutsche Tennisprofi unterlag dem Südtiroler mit 2:6 und 4:6 und konnte damit zum sechsten Mal in Folge keinen Sieg gegen seinen Angstgegner erringen. Zuletzt hatte Zverev Sinner 2023 bei den US Open im Achtelfinale besiegt, doch seitdem dominiert der Italiener die Duelle.
„Nicht sein bestes Tennis“ – Sinner analysiert Zverevs Auftritt
Jannik Sinner, der damit erstmals ins Finale des US-Masters in der Wüste einzog, zeigte sich nach dem Match respektvoll, aber deutlich: „Er hat versucht, aggressiver zu spielen. Er hat nicht sein bestes Tennis gespielt“, erklärte der Weltranglisten-Dritte. Besonders im ersten Satz schwächelte Zverev beim Aufschlag spürbar und konnte dem konstant starken Spiel des Gegners wenig entgegensetzen. Im Finale erwartet Sinner überraschenderweise nicht der erwartete Klassiker gegen Carlos Alcaraz, denn der Spanier unterlag im anderen Halbfinale Daniil Medwedew mit 3:6, 6:7 (3:7).
Medwedews abenteuerliche Anreise und Zverevs elitäre Statistik
Der russische Sieger Medwedew hatte bereits vor Turnierbeginn für Schlagzeilen gesorgt, als er aufgrund der Eskalation im Nahen Osten und eines Flugverbots in Dubai zunächst festsaß. Seine komplizierte Reiseroute führte ihn per Auto in den Oman, von dort nach Istanbul und schließlich nach Los Angeles – eine Odyssee, die sich nun auszahlte. Für Alexander Zverev bleibt trotz der Niederlage ein bemerkenswerter statistischer Erfolg: Der Hamburger gehört nun einem elitären Zirkel an, denn bei allen neun Masters-Turnieren standen vor ihm nur die Grand-Slam-Legenden Novak Djokovic, Rafael Nadal, Roger Federer und Andy Murray mindestens im Halbfinale.
Neuer Spielstil als Schlüssel für die Zukunft?
Für sein großes Ziel, endlich einen Grand-Slam-Titel zu gewinnen, hatte Alexander Zverev zuletzt einen aggressiveren und variableren Spielstil angekündigt. In Indian Wells funktionierte dies in den früheren Runden gegen Gegner wie Frances Tiafoe und Arthur Fils durchaus, doch gegen absolute Topstars wie Sinner und Alcaraz muss der Deutsche in entscheidenden Momenten mutiger auftreten. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Anpassungen Früchte tragen.
Weiterreise nach Miami – Zverev sucht den Turniersieg
Nach dem mit 9,4 Millionen US-Dollar (rund 8,1 Millionen Euro) dotierten Hartplatzturnier in Kalifornien zieht der Tennis-Tross nun weiter an die Ostküste: Am Mittwoch beginnt in Miami der zweite Teil des sogenannten Sunshine Double. Auch dieses Turnier in Florida konnte Alexander Zverev in seiner Karriere noch nie gewinnen, doch der erstmalige Halbfinaleinzug in Indian Wells sollte als Motivation dienen. Der Weltranglisten-Vierte wird weiter an seiner neuen Spielweise feilen, um endlich den lang ersehnten Durchbruch bei den größten Events zu schaffen.



