Berlin Volleys vor historischer Herausforderung im CEV Cup
Die Berlin Volleys sehen sich im Viertelfinale des CEV Cups mit einer wahrhaft monumentalen Aufgabe konfrontiert. Gegner ist der italienische Spitzenklub Gas Sales Bluenergy Piacenza, der in den vergangenen Wochen seine außergewöhnliche Klasse eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat.
Geschäftsführer Niroomand mit gemischten Gefühlen
Geschäftsführer Kaweh Niroomand blickt dem Duell am Mittwochabend in der Max-Schmeling-Halle mit ambivalenten Empfindungen entgegen. „Zunächst ist es natürlich immer eine besondere Ehre, sich mit solch großen europäischen Mannschaften messen zu dürfen“, erklärte der 73-Jährige. „Wenn ich jedoch die anderen Viertelfinalpaarungen analysiere, hätten wir durchaus die Möglichkeit gehabt, in diesem Wettbewerb noch weiter vorzudringen. Stattdessen haben wir unmittelbar den wohl stärksten Kontrahenten erhalten.“
Die jüngsten Leistungen des Clubs aus Norditalien sprechen eine deutliche Sprache. „Piacenza hat gerade Trentino besiegt“, betonte Niroomand. Vor diesem Erfolg gegen den Champions-League-Sieger von 2024 unterlag das Team nur knapp dem amtierenden Meister Perugia und eliminierte im CEV Cup zudem das polnische Top-Team Jastrzebski.
Die Hoffnung auf den besonderen Tag
„Unter normalen sportlichen Bedingungen kommen wir gegen diese Mannschaft nicht an“, räumte Niroomand ein. „Es sei denn, wir erleben wirklich einen außergewöhnlichen Sahnetag. Nur dann könnten wir vielleicht etwas erreichen, ansonsten gestaltet sich die Aufgabe äußerst schwierig.“ Dennoch betonte der Geschäftsführer, dass sein Team durchaus eine Chance habe, „gerade im heimischen Umfeld“.
Historisches Vorbild aus dem Jahr 2016
Nach dem knappen Ausscheiden in der Champions League, bei dem lediglich ein Satzgewinn zum Weiterkommen fehlte, wechselte der deutsche Meister in den zweithöchsten europäischen Vereinswettbewerb. Bei der letzten Teilnahme im Jahr 2016 gelang den Berlinern der bemerkenswerte Coup und sie sicherten sich den begehrten Pokal. „Dieser Triumph war am Ende wertvoller, als in der Champions League eine weitere Runde zu überstehen. Dieser Weg darf gerne als Vorbild für die aktuelle Saison dienen“, erklärte Kapitän Ruben Schott.
Wichtiger Test für die kommenden Monate
Für die Berliner Mannschaft geht es in dieser Begegnung auch darum, vor den entscheidenden Phasen der Meisterschaft zusätzliches Selbstvertrauen zu sammeln. „Dieses Spiel wird uns zeigen, ob wir in den vergangenen Wochen einen kleinen, aber bedeutsamen Schritt nach vorne gemacht haben oder nicht“, analysierte Schott. Die Partie dient somit nicht nur dem europäischen Wettbewerb, sondern auch der Vorbereitung auf die heiße Phase der Bundesliga.
Trainer Cédric Leal und seine Spieler, darunter auch Mittelläufer Krage-Brewitz, wollen aus dieser europäischen Herausforderung wertvollen Schwung für die anstehenden Aufgaben in der nationalen Liga mitnehmen. Die Max-Schmeling-Halle wird am Mittwochabend zum Schauplatz einer spannenden europäischen Volleyball-Begegnung, bei der die Berlin Volleys als klare Außenseiter antreten, aber dennoch auf ihre Heimstärke und einen möglichen Sahnetag hoffen dürfen.



