VfB Suhl schockt Favoriten MTV Stuttgart im Pokalfinale
Die Volleyballerinnen des VfB Suhl haben den favorisierten MTV Stuttgart erneut überrascht und sich in einem packenden Finale den DVV-Pokal gesichert. In der ausverkauften SAP Arena in Mannheim setzten sich die Thüringerinnen nach einem dramatischen Match mit 3:2 (25:17, 25:18, 15:25, 23:25, 15:13) durch und holten damit den zweiten Pokalsieg der Vereinsgeschichte.
Favorit verschläft den Start
Vor mehr als 12.000 Zuschauern begannen die Außenseiterinnen aus Thüringen furios. Mit starkem Aufschlagspiel und angeführt von Bundesliga-Topscorerin Monika Brancuska baute Suhl schnell einen deutlichen Vorsprung auf und gewann den ersten Satz mühelos. Auch im zweiten Durchgang blieb der VfB das überlegene Team, während Stuttgart um Nationalspielerinnen wie Pia Kästner und Antonia Stautz nicht ins Spiel fand.
Stuttgart kämpft sich zurück
Erst im dritten Satz erwachte der Favorit. Lucia Varela sorgte mit fünf Assen in Serie für eine deutliche Führung und brachte Stuttgart zurück ins Spiel. Im vierten Satz kämpfte sich der MTV aus einem Rückstand heraus und erzwang den Tiebreak. In diesem entscheidenden fünften Satz begann Suhl zwar besser, machte dann aber vermehrt Fehler. Doch die Thüringerinnen behielten in den kritischen Momenten die Nerven und sicherten sich nach einem langen Ballwechsel den Titel.
Historischer Erfolg für Suhl
Bereits am vergangenen Wochenende hatte Suhl dem Tabellenführer Stuttgart die erste Saisonniederlage in der Liga beigebracht. Der Pokalsieg markiert den ersten Triumph seit 2008 für den VfB Suhl. Für die Stuttgarterinnen bedeutet die Niederlage das Verpassen des sechsten Pokalerfolgs. Trainer Laszlo Hollosy führte seine Mannschaft damit zu einem historischen Erfolg fernab der heimischen Wolfsgrube.
Letztes Finale in Mannheim
Die Endspiele im DVV-Pokal fanden zum vorerst letzten Mal in Mannheim statt. Ab dem kommenden Jahr wird das Event nach Köln in eine noch größere Arena verlegt. Für die Volleyballerinnen des VfB Suhl bleibt der Pokalsieg gegen den großen Favoriten jedoch ein unvergesslicher Moment in der Vereinschronik.



