Magentas unheimlicher Erfolg bei der Fußball-WM: Telekom und Amazon als neue TV-Giganten
Magentas Erfolg bei der Fußball-WM: Telekom und Amazon als neue TV-Giganten

Von der Fußball-Europameisterschaft 2024 bis zur Weltmeisterschaft 2026 hat Magenta TV seine Zuschauerzahlen von 70 auf mehr als 200 Millionen verdreifacht. Die Telekom jubelt, doch die öffentlich-rechtlichen Sender sowie TV-Anbieter wie RTL und Pro Sieben dürften alarmiert sein. Nicht allein wegen der Millionenhöhe der Zuschauerzahlen, sondern weil Unternehmen wie die Telekom und Amazon ihnen mit ihrer Investitionsstärke künftig das TV-Geschäft streitig machen könnten.

Querfinanzierung als entscheidender Vorteil

Im Gegensatz zu klassischen Medienunternehmen müssen sich die TV- und Streamingangebote von Konzernen wie der Telekom oder Amazon nicht allein aus Abonnements oder Werbekunden refinanzieren. Sie können Verluste im Streaminggeschäft in Kauf nehmen, weil sie diese durch ihr Kerngeschäft querfinanzieren können. Die Bemühungen im TV-Markt sind Instrumente zur Markenbildung und sollen eher mittelbar zu einer Stärkung der eigentlichen Produkte beitragen.

Telekom: Magenta als Lockmittel fürs Kerngeschäft

Für die Telekom ist Magenta TV ein Instrument, um Kunden in ihre Breitband- und Mobilfunkangebote zu locken. Dank des Zusatzangebots Magenta kann für das kombinierte Angebot und ein besseres Nutzererlebnis auch ein höherer Preis verlangt werden. Die Telekom kann so Investitionen in Sportrechte stemmen, die für klassische Sender kaum noch bezahlbar sind.

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Amazon: Sport als Prime-Vorteil

Amazon nutzt Sportrechte ähnlich: Exklusive Übertragungen wie die Champions League oder die NFL binden Kunden an Prime. Verluste im Streaming werden durch höhere Umsätze im E-Commerce und Cloud-Geschäft ausgeglichen. Für ARD, ZDF, RTL und Pro Sieben wird der Rechte-Markt so zunehmend unerschwinglich – Kooperationen werden zur Pflicht.

Klassische Sender unter Druck

Die öffentlich-rechtlichen Sender und Privatsender wie RTL und Pro Sieben müssen sich neue Strategien überlegen. Gemeinsame Rechteerwerbe oder verstärkte Kooperationen könnten der einzige Weg sein, um im Wettbewerb mit finanzstarken Konzernen zu bestehen. Andernfalls droht eine weitere Marginalisierung im Sport-TV-Geschäft.

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