Sam Altman gehört zu den bekanntesten Gesichtern der KI-Welt. Der Chef von OpenAI steht hinter ChatGPT, einer Anwendung, die Millionen Menschen nutzen. Das Unternehmen erreichte Anfang 2026 nach einer neuen Finanzierungsrunde eine Bewertung von 840 Milliarden US-Dollar. Der Weg des heute erfolgreichen Unternehmers verlief jedoch nicht ohne Rückschläge und Streitigkeiten.
Zwischen Bastler und Unternehmer
Altman wurde 1985 in Chicago geboren und wuchs, laut Britannica, in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri auf. Schon als Achtjähriger erhielt er laut Business Insider seinen ersten Apple Macintosh und begann zu programmieren. Später studierte er Informatik an der Stanford University und arbeitete parallel in einem Labor für künstliche Intelligenz. Schon zu dieser Zeit beschäftigte er sich zunehmend mit eigenen Geschäftsideen. 2005 brach er sein Studium ab und gründete die Standort-App Loopt. Sie wurde 2012 für 43,4 Millionen US-Dollar verkauft. Anschließend übernahm Altman wichtige Aufgaben bei Y Combinator und unterstützte dort unter anderem Airbnb und Stripe bei ihrer Entwicklung.
Der Aufstieg von OpenAI
Gemeinsam mit Elon Musk gründete Altman 2015 OpenAI als Non-Profit-Organisation. Musk verließ das Projekt später wieder. 2019 wurde Altman Chef der gewinnorientierten OpenAI-Gesellschaft. Im selben Jahr erhielt das Unternehmen Unterstützung von Microsoft. Mit GPT-3 gelang 2020 ein wichtiger Schritt. Den weltweiten Durchbruch schaffte OpenAI jedoch erst 2022 mit ChatGPT. Innerhalb von zwei Monaten gewann der Chatbot 100 Millionen Nutzer. Microsoft investierte später weitere Milliarden und integrierte die Technologie in Azure und Office. Ende 2023 kam es zu einem Machtkampf. Der Verwaltungsrat entließ Altman überraschend, holte ihn nach Protesten der Belegschaft aber bereits fünf Tage später zurück.
Kritik an Zusammenarbeit mit Regierung
Seit 2025 steht Altman verstärkt in der Kritik. Für Diskussionen sorgte vor allem die Zusammenarbeit von OpenAI mit dem inzwischen als Kriegsministerium bezeichneten früheren US-Verteidigungsministerium. Während Konkurrent Anthropic eine Kooperation ablehnte, vereinbarte OpenAI die Nutzung von ChatGPT. Nach Kritik aus der OpenAI-Belegschaft gab Altman schließlich zu, dass der Deal „definitiv überstürzt war und keinen guten Eindruck“ mache. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung einer Zusammenarbeit zwischen Technologieunternehmen und Regierung. OpenAI veröffentlichte später Teile des Vertrags und verwies auf bestehende gesetzliche Einschränkungen bei Überwachung und autonomen Waffen. Trotz dieser Erklärung blieb die Kritik bestehen – und zeitweise zog die App Claude von Anthropic in den App-Charts sogar an ChatGPT vorbei. Sam Altman bleibt damit eine der prägendsten, aber auch umstrittensten Figuren der KI-Branche.



