Ein bizarres Video sorgt derzeit im Internet für Aufsehen: Ein Autofahrer entdeckte auf der Autobahn eine offenbar schlafende Tesla-Fahrerin auf der Nachbarspur – bei einer Geschwindigkeit von rund 100 km/h. Der Vorfall ereignete sich laut Angaben des Facebook-Nutzers Carleigh King, der das Video am 10. Juli 2026 veröffentlichte.
Fahrerin völlig regungslos hinter dem Lenkrad
In dem Clip ist zu sehen, wie die Fahrerin eines Tesla Model 3 mit geschlossenen Augen und zurückgelehntem Kopf dasitzt, während das Fahrzeug selbstständig die Spur hält. Der aufnehmende Fahrer hupt mehrmals, doch die Frau reagiert nicht. Erst nach mehreren Sekunden öffnet sie kurz die Augen und schließt sie wieder. Der Vorfall wirft erneut ein Schlaglicht auf die Risiken von Fahrerassistenzsystemen wie dem Tesla-Autopiloten.
Autopilot im Visier der Kritik
Bereits in der Vergangenheit gab es immer wieder Berichte über missbräuchliche Nutzung des Autopiloten. Tesla betont stets, dass der Fahrer jederzeit die Kontrolle behalten muss. Dennoch zeigen Videos wie dieses, dass einige Fahrer das System offenbar überfordern. „Das ist lebensgefährlich – sowohl für die Fahrerin als auch für andere Verkehrsteilnehmer“, kommentierte ein Verkehrssicherheitsexperte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Rechtliche Konsequenzen drohen
In Deutschland wäre ein solches Verhalten strafbar: Wer bewusst die Kontrolle über sein Fahrzeug abgibt, riskiert eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs. Die Polizei ermittelt in solchen Fällen wegen fahrlässiger Körperverletzung oder sogar versuchter Tötung, falls es zu einem Unfall kommt. Bislang ist unklar, ob die Fahrerin in dem Video belangt werden kann, da der Ort des Geschehens nicht genau bekannt ist.
Technische Grenzen des Autopiloten
Der Tesla-Autopilot ist ein Assistenzsystem der Stufe 2, das heißt, es kann Lenkung, Beschleunigung und Bremsung übernehmen, aber der Fahrer muss jederzeit eingreifen können. Experten warnen davor, dass das System bei plötzlichen Hindernissen oder Baustellen versagen kann. „Wer schläft, kann nicht rechtzeitig reagieren“, so ein ADAC-Sprecher. Der Vorfall zeigt einmal mehr, dass die Technologie noch nicht reif für vollautonomes Fahren ist.



