US-Batteriehersteller Lyten plant 1000 Jobs in Heide mit Fokus auf KI und Rechenzentren
Lyten plant 1000 Jobs in Heide mit KI-Schwerpunkt

US-Batteriehersteller Lyten plant 1000 neue Arbeitsplätze in Heide

Der amerikanische Batteriehersteller Lyten hat ambitionierte Pläne für Schleswig-Holstein bekannt gegeben. Das Unternehmen beabsichtigt, auf dem Gelände der ehemaligen Northvolt-Tochter in Heide etwa 1000 neue Jobs zu schaffen. Dies gab Lyten-Chef Dan Cook nach Gesprächen mit der schleswig-holsteinischen Landesregierung in Kiel bekannt.

Schwerpunkt auf künstlicher Intelligenz und Rechenzentren

Cook betonte, dass Lyten kein Geschäft aufbauen wolle, das ausschließlich von Batterien für Elektrofahrzeuge abhängt. Stattdessen plant das Unternehmen die Herstellung von Batterien für ein breites Anwendungsspektrum, darunter:

  • Verteidigungssektor
  • Stationäre Energiespeicherung
  • Mobilität und Elektrofahrzeuge

Ein besonderer Fokus soll dabei auf den Bereichen künstliche Intelligenz und Rechenzentren liegen. Das Northvolt-Gelände bei Heide soll nicht nur für die Batterieproduktion genutzt werden, sondern auch für diese technologieintensiven Bereiche.

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Zeitplan und Finanzierung

Der Bau in Heide soll nach Abschluss der Übernahme und der Planungen im Jahr 2027 beginnen. Ziel ist die Aufnahme der Produktion bereits im Jahr 2028. Derzeit geht Lyten davon aus, die notwendigen Investitionen in Schleswig-Holstein mit privatem Kapital zu bewältigen.

Cook erklärte jedoch, dass das Unternehmen öffentliche Förderung zu einem späteren Zeitpunkt in Betracht ziehen würde, sollte diese angeboten werden. Derzeit arbeitet Lyten daran, die Transaktion mit der deutschen Northvolt-Tochter abzuschließen. Nach den Gesprächen in Kiel sind nun weitere Verhandlungen in Berlin geplant.

Unterstützung durch die Landesregierung

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) zeigte sich nach dem Treffen mit Lyten zuversichtlich. Er betonte, dass die Landesregierung das Unternehmen bei den weiteren Schritten unterstützen werde, insbesondere bei Fragen der Energieversorgung.

„Was Lyten dort plant – Batterieproduktion, Datencenter –, hat einen enormen Energiebedarf“, so Günther. Der in großem Umfang vorhandene grüne Strom in der Region stelle dabei einen bedeutenden Standortvorteil dar.

Hintergrund der Übernahme

Ende Februar hatte Lyten bereits die Übernahme des insolventen schwedischen Teils von Northvolt abgeschlossen. Die Gespräche über die deutsche Northvolt-Tochter dauern derzeit noch an und involvieren neben dem Unternehmen auch den Bund, die Förderbank KfW und das Land Schleswig-Holstein.

Die geplanten Investitionen von Lyten in Heide könnten somit nicht nur neue Arbeitsplätze schaffen, sondern auch die regionale Wirtschaft nachhaltig stärken und Schleswig-Holstein als Standort für zukunftsweisende Technologien positionieren.

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