KI-Bewerbungen: Recruiterin verrät, wie man trotzdem hervorsticht
KI-Bewerbungen: So heben Sie sich ab

Bewerbungen mit Künstlicher Intelligenz zu schreiben, ist inzwischen weit verbreitet – und für Recruiter oft erkennbar. Diana Gajic, Recruiterin bei SAP, sichtet an manchen Tagen Hunderte Bewerbungen und stellt fest: Viele klingen erstaunlich ähnlich. Ein Bewerber habe sogar versehentlich seinen Prompt ins Anschreiben kopiert.

KI-Nutzung ist kein Ausschlusskriterium

Überraschend: Gajic stört sich nicht daran, wenn Bewerber KI nutzen. Im Gegenteil, sie setzt selbst KI ein, um die besten Kandidaten zu finden. Entscheidend sei etwas anderes: die individuelle Note. Wer nur den generierten Text übernimmt, wirkt austauschbar. Bewerber sollten ihre Persönlichkeit und Motivation deutlich machen.

So stechen Sie hervor

Gajic rät, KI als Werkzeug zu nutzen, aber den Text persönlich anzupassen. Konkrete Beispiele aus dem Berufsleben und Bezug zum Unternehmen sind wichtig. Auch kleine Fehler oder ein ungewöhnlicher Satz können positiv auffallen – sie zeigen, dass ein Mensch dahintersteckt.

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Laut einer Umfrage nutzen inzwischen knapp 40 Prozent der Bewerber KI-Tools wie ChatGPT für ihre Unterlagen. Die Tendenz steigend. Für Recruiter bedeutet das mehr Arbeit beim Filtern, aber auch die Chance, durch KI-Assistenz effizienter zu werden.

Zukunft der Bewerbung

Gajic ist überzeugt: „Bewerbung schreiben ohne ChatGPT? Macht heute kaum noch jemand.“ Die Herausforderung sei, authentisch zu bleiben. Sie empfiehlt, das KI-generierte Anschreiben laut vorzulesen und zu prüfen, ob es zur eigenen Stimme passt.

Wer sich nur auf die KI verlässt, riskiert, im Bewerbungsprozess unterzugehen. Denn letztlich zählt im Vorstellungsgespräch die Person – und nicht der Text.

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