Bundesweit gehen Ermittler seit Monaten verstärkt gegen Anbieter illegaler Streaming-Dienste und deren Kunden vor. Das berichtete BILD exklusiv. Die ersten Ermittlungserfolge seien oft nur die Spitze des Eisbergs, so die Einschätzung deutscher Fahnder. BILD hatte enthüllt, welche Polizeibehörden derzeit Post an mutmaßliche Nutzer versenden. Nun listet das Portal auf, welche Fehler Empfänger solcher Schreiben auf keinen Fall machen sollten und welche Behörden besonders aktiv sind.
Diese Fehler sollten IPTV-Nutzer vermeiden
Wer ein Schreiben von Ermittlern erhält, sollte keinesfalls in Panik verfallen. Folgende sieben Fehler sind laut BILD tabu: 1. Das Schreiben ignorieren. 2. Voreilig Aussagen machen. 3. Beweise vernichten. 4. Den Anwalt erst später einschalten. 5. Auf Vergleichsangebote eingehen ohne Rechtsbeistand. 6. Zahlungen leisten ohne Prüfung. 7. Die Sache auf die leichte Schulter nehmen.
Behörden mit besonders scharfer Gangart
Laut BILD sind insbesondere die Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hessen bei der Verfolgung von IPTV-Schwarzsehern aktiv. Sie haben bereits zahlreiche Durchsuchungen durchgeführt und Strafverfahren eingeleitet. Die Ermittler setzen dabei auf moderne Methoden, um die Nutzer illegaler Streaming-Dienste aufzuspüren.
„Die Ermittlungserfolge zeigen, dass die Betreiber der illegalen Dienste und ihre Kunden zunehmend ins Visier der Strafverfolger geraten“, zitiert BILD einen Ermittler. Die Dunkelziffer sei jedoch hoch, da viele Nutzer glaubten, unerkannt zu bleiben. Dabei hinterlassen auch Schwarzseher digitale Spuren, die von den Fahndern genutzt werden können.
Was Empfänger von Ermittlerschreiben tun sollten
BILD empfiehlt, bei Erhalt eines Schreibens sofort einen Rechtsanwalt zu konsultieren. Dieser könne die rechtliche Situation prüfen und die richtige Strategie vorgeben. Zudem sollten Betroffene keinesfalls selbst Kontakt zu den Ermittlern aufnehmen oder Zahlungen leisten, bevor sie anwaltlichen Rat eingeholt haben. Auch die Vernichtung von Beweisen sei kontraproduktiv und könne die Situation verschlimmern.
Die genauen Details zu den einzelnen Fehlern und den aktiven Behörden listet BILD in einem Plus-Artikel auf. Dort finden sich auch Hintergrundinformationen zu den laufenden Ermittlungen und konkrete Handlungsempfehlungen für Betroffene.



