Telekom warnt vor neuer Betrugsmasche nach Handy-Diebstahl
Die Deutsche Telekom hat eine Warnung vor einer perfiden Betrugsmasche veröffentlicht, bei der Diebe nach dem Diebstahl eines Smartphones versuchen, an persönliche Zugangsdaten ihrer Opfer zu gelangen. Die Täter geben sich als ehrliche Finder aus und kontaktieren die Betroffenen, um unter einem Vorwand Passwörter oder Sicherheitscodes zu erfragen. Wer darauf hereinfällt, riskiert laut Telekom den vollständigen Verlust seiner digitalen Identität.
So gehen die Betrüger vor
Nach dem Diebstahl erhalten die Opfer häufig SMS, Nachrichten über Messenger-Dienste oder Anrufe. Die Kriminellen behaupten, das Smartphone sei gefunden worden und könne zurückgegeben werden. In Wirklichkeit wollen sie jedoch an die Zugangsdaten gelangen, um das Gerät entsperren und gewinnbringend weiterverkaufen zu können. Besonders häufig sind iPhones betroffen, da gesperrte Geräte auf dem Schwarzmarkt kaum Wert haben. Erst wenn die Apple-ID oder das Google-Konto entfernt wurden, steigt der Preis deutlich.
Risiken für die Betroffenen
Wer seine Zugangsdaten preisgibt, verliert nicht nur das Smartphone, sondern auch den Zugriff auf Fotos, E-Mails, Cloud-Speicher und andere persönliche Konten. Die Telekom betont, dass die Diebe oft sehr überzeugend auftreten und eine glaubhafte Geschichte erzählen. Die Betrugsmasche ist besonders in der Urlaubszeit verbreitet, wenn viele Menschen ihr Handy an Stränden, in Restaurants oder in belebten Altstädten unbeaufsichtigt lassen.
Prävention und richtiges Verhalten
Die Telekom rät dringend dazu, niemals Zugangsdaten, PINs oder Bestätigungscodes an unbekannte Personen weiterzugeben – auch dann nicht, wenn diese behaupten, das Handy gefunden zu haben. Stattdessen sollten Betroffene ihr Gerät sofort über die offiziellen Dienste von Apple oder Google als verloren markieren und die Passwörter wichtiger Konten ändern. „Je schneller reagiert wird, desto geringer ist die Gefahr, dass Kriminelle die vollständige Kontrolle über das gestohlene Smartphone übernehmen“, so ein Sprecher der Telekom.



