Eine aktuelle Studie des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach hat untersucht, wie viel ein Kilometer elektrische Reichweite bei neuen Elektroautos tatsächlich kostet. Die Ergebnisse sind überraschend und zeigen, dass nicht immer die günstigsten Modelle auch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.
Methodik der Studie
Studienleiter Stefan Bratzel und sein Team haben den Listenpreis des jeweiligen Basismodells durch die nach WLTP-Norm angegebene elektrische Reichweite geteilt. Das Ergebnis ist eine einfache, aber aussagekräftige Kennzahl: der Preis pro Kilometer Reichweite. Förderungen, Rabatte oder Betriebskosten wurden bewusst nicht berücksichtigt, um eine vergleichbare Basis zu schaffen.
Überraschende Ergebnisse
Die Spanne zwischen den besten zehn Modellen ist erstaunlich gering: Nur acht Euro pro Kilometer liegen zwischen Platz eins und Platz zehn. Der deutsche Elektromarkt sei enger und wettbewerbsintensiver als je zuvor, so Bratzel.
Die zehn günstigsten Modelle pro Kilometer
Laut CAM bieten folgende Modelle die meisten Kilometer pro Euro:
- Mini Countryman E – eines der wenigen Premiummodelle in den Top Ten
- Weitere Modelle aus verschiedenen Segmenten, die durch hohe Reichweite und moderate Preise punkten.
Die Studie zeigt: Ein günstiges Auto mit schwacher Batterie kann teurer sein als ein teureres Modell mit großer Reichweite. Käufer sollten daher nicht nur auf den Anschaffungspreis, sondern auch auf die Reichweite achten.



