Treibstoffmangel treibt E-Auto-Nachfrage in Russland
Treibstoffmangel treibt E-Auto-Nachfrage in Russland

Die Nachfrage nach Elektroautos in Russland steigt infolge des durch ukrainische Angriffe auf Raffinerien verursachten Kraftstoffmangels rasant an. Das Moskauer Autohaus EN Cars, das auf chinesische Marken wie Geely spezialisiert ist, verkauft derzeit zwei bis drei E-Autos pro Tag, wie Gründer Jewgeni Sabelin der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte. Vor wenigen Wochen seien es noch zwei bis drei Fahrzeuge im Monat gewesen.

Absatzsprung bei E-Autos und Plug-in-Hybriden

Das Interesse steige sowohl im Billig- als auch im Premiumsegment. In den ersten fünf Monaten des Jahres kletterte der Absatz neuer Plug-in-Hybride nach Angaben der Analyseagentur Autostat und des russischen Handelsministeriums um 125 Prozent auf rund 24.600 Fahrzeuge. Die Verkäufe reiner Elektroautos legten um 19 Prozent auf 4460 Stück zu.

Ursache: Angriffe auf Energieinfrastruktur

Die anhaltenden ukrainischen Attacken auf die russische Energieinfrastruktur haben in den vergangenen Wochen zu Engpässen bei Benzin und Diesel sowie zu deutlichen Preissteigerungen geführt. Um den langen Schlangen an den Tankstellen zu entgehen, suchen viele Verbraucher nach Alternativen.

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Trend zeichnete sich bereits vor der Krise ab

Der Trend zu alternativen Antrieben hatte sich bereits vor der akuten Krise abgezeichnet, da die Kraftstoffpreise zwischen Januar und Mai im Jahresvergleich um mehr als zwölf Prozent gestiegen waren. Bislang hatten die enormen Entfernungen, das raue Klima und das lückenhafte Ladenetz in Russland ein stärkeres Wachstum des Marktes für E-Autos verhindert. Im vergangenen Jahr machten Elektroautos und Plug-in-Hybride Autostat zufolge 4,3 Prozent der gesamten Autoverkäufe aus.

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