Im Löbejüner Ortsteil Schlettau sind Archäologen aus Halle bei Grabungen auf Reste einer Siedlung aus der Glockenbecherkultur gestoßen. Die Ausgrabungen, die vor dem Beginn eines Bauprojekts durchgeführt werden, förderten zahlreiche Funde zutage, die bei den Experten für Erstaunen sorgen.
Einzigartige Funde aus der Jungsteinzeit
Grabungsverantwortlicher Stefan Dembinski hält ein gut erhaltenes Tongefäß aus der Glockenbecherkultur in den Händen. Der Fund stammt etwa aus der Zeit um 2800 bis 2200 v. Chr. – dem Übergang von der Jungsteinzeit zur Bronzezeit. Neben dem Tongefäß entdeckten die Archäologen Pfeilspitzen, weitere Gefäße und Knochen, die wertvolle Einblicke in das Leben der damaligen Siedler geben.
Besondere Überraschung für die Forscher
Was die Archäologen besonders überraschte, war die außergewöhnliche Erhaltung einiger Objekte. Die Funde ermöglichen es den Wissenschaftlern, die Siedlungsstruktur und die Alltagskultur der Menschen aus der Glockenbecherkultur genauer zu untersuchen. Die Grabungen in Schlettau bei Löbejün im Saalekreis sind ein wichtiger Beitrag zur Erforschung dieser prähistorischen Epoche.
Bevor Bagger und schweres Baugerät anrücken, um das neue Bauprojekt zu realisieren, arbeiten die Archäologen mit Hochdruck daran, alle wertvollen Zeugnisse der Vergangenheit zu sichern. Die Funde werden anschließend in Halle analysiert und dokumentiert.



