Leipzig setzt auf biologische Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners
Mit dem Frühling beginnt auch in Leipzig wieder die Aktivitätsphase des Eichenprozessionsspinners. Die Raupen dieses Schmetterlings können mit ihren feinen Brennhaaren bei Menschen und Tieren starke allergische Reaktionen, Hautausschläge und Atemwegsprobleme auslösen. Um diese Gefahren zu minimieren, testet die Stadt Leipzig nun erstmals eine biologische Methode: den Einsatz von Nematoden, auch bekannt als Fadenwürmer.
Nematoden als natürliche Feinde der Raupen
Die winzigen Fadenwürmer werden auf befallene Eichen in stark frequentierten Grünanlagen ausgebracht. Konkret betroffen sind der Clara-Zetkin-Park, der Alte Johannisfriedhof und der Friedenspark. Die Nematoden dringen in die Raupen des Eichenprozessionsspinners ein und geben Bakterien ab, die die Raupen innerhalb weniger Tage absterben lassen. Diese Methode gilt als umweltfreundlich und zielt darauf ab, den Einsatz chemischer Insektizide zu reduzieren.
Unbedenklich für Mensch und Tier
Die eingesetzten Nematoden sind nach Angaben der Stadt für Menschen, Haustiere und andere Tiere völlig harmlos. Auch für Pflanzen bestehe keinerlei Gefahr. Die Maßnahme wurde mit der unteren Naturschutzbehörde abgestimmt und wird zunächst in den genannten Parks erprobt. Sollte sich die Methode bewähren, könnte sie in den kommenden Jahren auf weitere betroffene Gebiete ausgeweitet werden.
Der Eichenprozessionsspinner tritt in Leipzig vor allem an Eichen in Parkanlagen und an Straßenrändern auf. Die Raupen sind von April bis Juni aktiv. Neben der biologischen Bekämpfung setzt die Stadt auch auf mechanische Methoden wie das Absaugen der Nester. Die Kombination verschiedener Verfahren soll eine effektive und nachhaltige Kontrolle der Schädlinge ermöglichen.



