Apple verhandelt trotz US-Warnliste über Chipkauf aus China
Apple verhandelt trotz US-Warnliste über Chipkauf

Apple verhandelt einem Medienbericht zufolge mit zwei chinesischen Halbleiterherstellern über den Kauf von Speicherchips – obwohl diese Unternehmen auf einer Warnliste des US-Verteidigungsministeriums (Pentagon) stehen. Der Schritt soll die Auswirkungen des weltweiten Mangels an Speicherchips abfedern, der Apple bereits zu Preiserhöhungen in der gesamten Produktpalette gezwungen hatte.

Verhandlungen mit CXMT und YMTC

Konkret will der iPhone-Hersteller Speicherbausteine der Unternehmen Changxin Memory Technologies (CXMT) und Yangtze Memory Technologies (YMTC) erwerben, damit diese in Geräten verwendet werden können, die in China verkauft werden. Das berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Bereits am Freitag hatte die britische Zeitung Financial Times über Gespräche zwischen Apple und CXMT berichtet.

Die Gespräche zwischen Apple und den beiden chinesischen Chipherstellern laufen Bloomberg zufolge noch, und es sei bislang keine endgültige Vereinbarung getroffen worden.

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Hintergrund der Warnliste

CXMT gilt als Chinas führender Hersteller von Speicherchips, YMTC als einer der größten Produzenten von Flashspeichern. Beide Unternehmen werden vom Pentagon als „chinesische Militärunternehmen“ eingestuft und stehen auf der sogenannten 1260H-Liste. Sie sind nicht direkt sanktioniert, die Liste gilt aber als Aufforderung an US-Unternehmen, Geschäfte mit den entsprechenden chinesischen Konzernen zu unterlassen.

Das Pentagon wirft den Herstellern vor, in Verbindung mit Chinas Militär zu stehen, und warnt daher vor einer Zusammenarbeit. Apple selbst hat sich bislang nicht offiziell zu den Verhandlungen geäußert.

Auswirkungen auf den Markt

Sollte Apple tatsächlich Chips von CXMT und YMTC beziehen, könnte dies den Druck auf den globalen Speicherchipmarkt verringern. Gleichzeitig würde es die Abhängigkeit des US-Konzerns von anderen Zulieferern wie Samsung oder SK Hynix reduzieren. Analysten sehen darin einen strategischen Schritt, um Lieferketten zu diversifizieren und Kosten zu senken.

Die Entscheidung könnte jedoch politische Spannungen zwischen den USA und China weiter verschärfen. Experten erwarten, dass die US-Regierung die Entwicklung genau beobachten wird.

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