Ukraine-Krieg: Über zwei Millionen Soldaten getötet, verletzt oder vermisst
Ukraine-Krieg: Zwei Millionen Soldaten Opfer

Seit Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 haben die kombinierten Verluste auf beiden Seiten die Marke von zwei Millionen überschritten. Dies geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Zentrums für Strategische und Internationale Studien (CSIS) in Washington hervor. Den Großteil der Verluste tragen demnach die russischen Streitkräfte.

Russische Verluste viermal höher als US-Verluste seit Zweitem Weltkrieg

Die russischen Todesopfer in der Ukraine seien „mehr als viermal so hoch wie alle US-Todesopfer in sämtlichen Kriegen seit dem Zweiten Weltkrieg zusammen“, so die Studie. Seit Februar 2022 verzeichnete die russische Armee rund 1,4 Millionen Verluste, darunter zwischen 400.000 und 450.000 getötete Soldaten. Die ukrainischen Streitkräfte erlitten im selben Zeitraum zwischen 525.000 und 625.000 Verluste, davon 125.000 bis 150.000 Tote.

Verhältnis der Verluste steigt auf 8:1

Während das Verhältnis zwischen russischen und ukrainischen Verlusten die meiste Zeit bei 2:1 oder 3:1 lag, stieg es im ersten Halbjahr 2026 schätzungsweise auf 8:1. Hauptgrund dafür ist der verstärkte und äußerst wirkungsvolle Einsatz ukrainischer Kampfdrohnen. Ende Januar hatte die Bilanz noch bei etwa 325.000 getöteten Russen und 100.000 bis 140.000 Ukrainern gelegen. Inzwischen übersteigt die monatliche Zahl der russischen Verluste die der Neurekrutierungen.

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Das CSIS stützt sich bei den Zahlen auf Informationen des Militärs, der Geheimdienste und Regierungen verschiedener Länder. Die Angaben der Denkfabrik gelten als vergleichsweise zuverlässig, sind angesichts der schwer durchschaubaren Quellenlage und gezielten Desinformation beider Kriegsparteien jedoch mit Vorsicht zu genießen. Beide Seiten legen nur selten eigene Opferzahlen offen und neigen dazu, eigene Verluste herunterzuspielen und gegnerische aufzubauschen.

Rückschläge für Russland an der Front

Neben den gestiegenen Opferzahlen sieht sich Russlands Militär laut CSIS-Lagebericht mit weiteren Rückschlägen konfrontiert. Die Angreifer konnten das von ihnen kontrollierte Gebiet in der Ukraine im Frühling 2026 erstmals seit Jahren nicht mehr vergrößern und mussten sogar einzelne Geländegewinne der Ukrainer hinnehmen. Ihre Vorstöße an der mehr als tausend Kilometer langen Front sind langsamer geworden. Historisch betrachtet sei die Kampfbilanz der Russen im Ukraine-Krieg im Vergleich zu anderen militärischen Großmächten nach dem Zweiten Weltkrieg als miserabel zu bezeichnen.

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